Einzelheiten zu den Stellenstreichungen
Mercedes-Schrumpfkur soll sich binnen zwei Jahren rechnen

Daimler-Chrysler will durch den angekündigten Abbau von 8500 Arbeitsplätzen in Deutschland seine Kosten um jährlich eine halbe Milliarde Euro senken. 950 Millionen Euro sollen die Stellenstreichungen kosten, zu denen der Konzern am Donnerstag Einzelheiten bekannt gegeben hat.

HB STUTTGART. Im Stammwerk Sindelfingen bei Stuttgart sollen 3100 von 31 100 Stellen wegfallen. Hier werden C-, E- und S-Klasse sowie der Luxuswagen Maybach montiert. Im benachbarten Motorenwerk Untertürkheim streicht der Konzern 1100 von 20 700 Arbeitsplätze. Die Bremer Fabrik, wo hauptsächlich die C-Klasse vom Band rollt, trifft es am härtesten. 2700 von 13 400 Stellen fallen weg - jeder fünfte Arbeitsplatz.

Kaum betroffen sind das Motorenwerk Berlin-Marienfelde mit 3000 Arbeitsstellen, von denen 100 abgebaut werden. Das gut ausgelastete A- und B-Klasse-Werk in Rastatt verliert 200 von 6400 Arbeitsplätzen. Im Achs- und Komponentenwerk Hamburg sollen 80 von 2480 Beschäftigten gehen. Dazu kommen rund 600 Mitarbeiter im deutschen Mercedes-Vertrieb.

Noch keine Zahlen nannte Daimler-Chrysler zu den geplanten Stellenstreichungen in IT, Entwicklung und Produktionsplanung. Betriebsratschef Erich Klemm teilte allerdings am Donnerstag mit, dass 500 Arbeitsplätze in der Entwicklung wegfallen sollen. Zur Gesamtstellenzahl von 8500, die der Konzern abbauen will, fehlen demnach noch gut 100. Insgesamt gibt es 94 000 Arbeitsplätze bei Mercedes in Deutschland.

Mercedes-Chef Dieter Zetsche hatte die Belegschaft des Sindelfinger Werks am Donnerstagmorgen zusammen mit Klemm über die Pläne informiert. Nach Angaben von Teilnehmern folgten die Mitarbeiter den Ausführungen von Zetsche „sehr gefasst“. Für die nötigen Abfindungen über alle Werke hinweg will der Konzern insgesamt 950 Millionen Euro ausgeben.

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