Eisenbahnbranche
Siemens profitiert von US-Aufschwung

Die US-Eisenbahnbranche verzeichnet nach Jahren der Krise zweistellige Wachstumsraten. Von dem Aufschwung profitieren vor allem Unternehmen wie Siemens. Der Konzern konnte sich einen millionenschweren Auftrag sichern.
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New YorkAmtrak-Vorstandschef Joe Boardman sieht bessere Zeiten voraus. "In Amerika verbreitet sich das Eisenbahnfahren wieder", sagte der Chef der halbstaatlichen US-Eisenbahngesellschaft dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). Das Passagieraufkommen sei seit 2009 um 20 Prozent auf geschätzte 31,6 Millionen im laufenden Jahr gestiegen. Im Autoland Amerika kämpfte Amtrak lange mit Problemen, die Eisenbahn schreibt Verluste.

Nutznießer des Aufschwungs sind Unternehmen wie Siemens. Der deutsche Mischkonzern liefert 70 in den USA hergestellte Elektroloks an Amtrak, ein Auftrag im Wert von knapp 500 Millionen Dollar. Die Lokomotiven verfügen über "regenerative Bremsanlagen", die erzeugte Energie wird zurück in das Stromnetz geführt. Die Loks sollen laut Siemens in 20 Jahren insgesamt 300 Millionen Dollar an Stromkosten sparen. "Siemens ist Experte in Energiefragen, wir vertrauen ihrer Prognose", sagt Boardman.

Der Auftrag könnte der Auftakt zu weiteren Bestellungen für Siemens sein. Michael Cahill, US-Chef des Zuggeschäfts von Siemens, hofft auf US-Bundestaaten wie Kalifornien oder Illinois, die derzeit insgesamt 32 Lokomotiven plus Optionen auf zusätzliche 225 Lokomotiven kaufen wollen. Amtrak-Chef Boardman schließt weitere Order nicht aus: "Wir wollen eine so effiziente Flotte wie nur möglich haben".

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