Electricite de France
EDF baut Kohlekraftwerk in Polen

Der Energieversorger EDF will eines der dreckigsten Kraftwerke in der EU durch eine neue Anlage mit deutlich höherem Wirkungsgrad ersetzen. Damit stärkt der Konzern seine Position in Osteuropa.
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ParisDer französische Energieversorger EDF steckt 1,8 Milliarden Euro in den Bau eines Kohlekraftwerks in Polen. In der südpolnischen Stadt Rybnik solle in den nächsten sechs Jahren ein modernes Werk entstehen und vier alte Einheiten ersetzen, erklärte EDF am Montag. Der Versorger will sein lange auf Atomkraft konzentriertes Geschäft stärker auf Gas, Kohle, Wasserkraft und erneuerbare Energien ausweiten.

Weil im neuen Kraftwerk neben Steinkohle auch Biomasse verbrannt werde, sinke der Ausstoß an klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid (CO2) um 30 Prozent. Zudem ist laut EDF der Wirkungsgrad der neuen Anlage höher: Sie
produziere 15 Prozent mehr Energie als die alten Blöcke. Die Verbrennungseinheit für das neue Werk soll vom Siemens -Konkurrenten Alstom geliefert werden. Der Bau der neuen Anlage wird laut EDF im Frühjahr 2013 beginnen und sechs Jahre dauern.

EDF stärkt damit auch seine Position in Osteuropa. In Polen ist der französische Konzern die Nummer drei der Energieversorger, mit einem Anteil von zehn Prozent am Strommarkt. Der Elektrizitätsbedarf des Landes steigt jährlich um rund drei Prozent und viele veraltete Kohlekraftwerke des Landes stehen vor der Abschaltung.

Rybnik in Oberschlesien liegt nahe der Grenze zu Tschechien. Die Umweltschutzorganisation WWF hatte das Kraftwerk auf Platz 18 der dreckigsten Kraftwerke in der EU gesetzt. Die Umweltschutzorganisation WWF hatte das Kraftwerk auf Platz 18 der dreckigsten Kraftwerke in der EU gesetzt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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