Electrolux
AEG-Mutter trotzt der US-Konjunkturflaute

Die schwedische AEG-Mutter Electrolux hat bislang die Schwäche der US-Konjunktur kaum zu spüren bekommen. Das Unternehmen steigerte Umsatz und Vorsteuergewinn. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung auf die Quartalszahlen.

HB STOCKHOLM. Der weltweit zweitgrößte Hausgeräte-Hersteller steigerte nach Angaben vom Dienstag im Frühjahr seinen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um neun Prozent auf umgerechnet rund 100 Mill. Euro. Der Umsatz kletterte um knapp zwei Prozent auf 2,8 Mrd. Euro. Dabei machten die Verkaufserfolge in den USA die unerwarteten Probleme in Europa - etwa Verzögerungen bei neuen Produkten - locker wett.

Anleger hatten sich zuletzt über die Verkäufe des Herstellers von Waschmaschinen, Staubsaugern und Kühlschränken in den USA Sorgen gemacht. US-Supermarktketten wie Home Depot und Sears, die viele Electrolux-Geräte verkaufen, mussten vergangene Woche Gewinnwarnungen ausgeben. Die unerwartet hohe Nachfrage aus den USA sorgte deshalb für große Erleichterung: Electrolux-Aktien kletterten in Stockholm um fast sieben Prozent.

Electrolux hat in den vergangenen Jahren in Europa auf den steigenden Kostendruck mit dem Abbau von Arbeitsplätzen reagiert. Zudem verlagerten die Schweden Jobs in Billiglohn-Länder. Leidtragende waren unter anderem die rund 1700 Mitarbeiter des mittlerweile geschlossenen AEG-Werks in Nürnberg. Electrolux war 2006 vom US-Konkurrenten Whirlpool als Branchenprimus abgelöst worden. Whirlpool hatte damals seinen Konkurrenten Maytag übernommen.

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