Elektro-Autos im Trend
Autofrühling in Deutschland

Die Deutschen kauften im März kräftig neue Autos. Dieselfahrzeuge wurden weniger nachgefragt. Grund sollen mögliche Fahrverbote sein. Die Neuzulassungen von Elektroautos sind richtungsweisend.
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Frankfurt/MünchenDer Autoabsatz in Deutschland ist kräftig gestiegen. Im März legte die Zahl der neu zugelassenen Pkw um 11,4 Prozent zu auf knapp 359.700 Fahrzeuge, wie das Kraftfahrtbundesamt (KBA) am Dienstag in Flensburg mitteilte. Der Branchenverband VDA verwies darauf, dass der Vorjahresmonat zwei Arbeitstage weniger aufgewiesen habe. Im ersten Quartal wurden demnach in Deutschland rund 844.700 Neuwagen verkauft – sieben Prozent mehr als vor einem Jahr. Allerdings ging zuletzt der Absatz von Dieselfahrzeugen zurück: Im März belief sich das Minus auf drei Prozent. „Die anhaltende Diskussion um mögliche Fahrverbote für Diesel verunsichert offenbar die Autofahrer, auch beim Neuwagenkauf“, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann.

In Stuttgart sollen ab 2018 an Tagen mit hoher Feinstaub-Belastung Fahrbeschränkungen gelten. Dies wird Dieselfahrzeuge treffen, die die aktuell strengste Abgasnorm „Euro 6“ nicht erfüllen. Auch in anderen Großstädten drohen Fahrverbote für Wagen mit Dieselmotor. Deren Marktanteil wird in den kommenden Monaten und Jahren weiter zurückgehen, erwarten Experten. Denn neben der Diskussion um Diesel-Fahrverbote sorgen strengere Abgasvorschriften dafür, dass die Autos wegen zusätzlicher Technik zur Abgasreinigung teurer werden.

Im März kletterte laut KBA der Absatz von Benzinern um fast 22 Prozent; ihr Anteil betrug 56,5 Prozent. Der Dieselanteil lag im vergangenen Monat bei 40,6 Prozent. Die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos verdoppelte sich fast auf knapp 2.200, ihr Marktanteil belief sich lediglich auf 0,6 Prozent. Hybridfahrzeuge, die im März ebenfalls stark zulegten, kamen auf 2,1 Prozent.

Wie das KBA weiter mitteilte, zeigte unter den deutschen Automarken im vergangenen Monat Porsche mit einem Plus von 30,5 Prozent das kräftigste Wachstum, gefolgt von Opel und Mini mit jeweils gut 18 Prozent. Während Audi schwächelte (minus 2,3 Prozent), legten die Oberklasse-Marken Mercedes und BMW kräftig zu. Die Marke VW, die bei den Neuzulassungen im März kaum vom Fleck kam, verbuchte mit 17,6 Prozent den größten Marktanteil.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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