Elektroauto-Hersteller
Tesla fährt hohen Verlust ein

Tesla macht im ersten Quartal hohe Verluste, doch fallen die geringer aus als von Analysten erwartet. Konzernchef Musk hält an den Plänen für die nahe Zukunft fest. Die Aktie steigt nachbörslich um mehr als zwei Prozent.
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Palo AltoDer Elektroauto-Hersteller Tesla ist weiterhin mit hohen Verlusten unterwegs. Im ersten Quartal fiel ein Minus von knapp 154,2 Millionen Dollar an. Das war besser als Analysten erwartet hatten, die Aktie legte am Mittwoch nachbörslich um mehr als zwei Prozent zu. Im Vorjahresquartal hatte Tesla 49,8 Millionen Dollar verloren. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um fast 52 Prozent auf 893,3 Millionen Dollar.

In dem Vierteljahr wurden gut 10.000 Fahrzeuge ausgeliefert, im laufenden Quartal sollen es bis zu 11.000 sein. Tesla sieht sich weiterhin auf Kurs, die Auslieferungen in diesem Jahr auf 55.000 Autos zu steigern. Dabei soll auch das neue Model X helfen.

Konzernchef Elon Musk bekräftigte, dass es im dritten Quartal auf den Markt kommen soll. Der Start hatte sich aus verschiedenen Gründen immer weiter verzögert. Im vergangenen Jahr lieferte Tesla gut 31.650 Autos seines Model S aus, des aktuell einzigen Modells.

Musk stellte vergangene Woche Batterien für Haushalte vor, die den Einsatz erneuerbarer Energien erleichtern sollen. Seitdem seien über 38.000 der flachen „Powerwall“-Batterien zum Anbringen an der Wand geordert worden, sagte Musk in der Telefonkonferenz nach Vorlage der Zahlen. „Wir sind praktisch bis Mitte kommenden Jahres ausverkauft.“ Die Batterien sollen vor allem aus einer riesigen neuen Fabrik kommen, die Tesla in Kalifornien baut.

Das Batterie-Werk war ein zentraler Ausgaben-Posten für Tesla im vergangenen Quartal, neben der Vorbereitung für die Produktion des Model X. Die Nachfrage bei dem neuen Modell sei höher als erwartet, versicherte Musk, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

In Europa will Tesla die Preise um rund fünf Prozent erhöhen, um die negativen Effekte durch den starken Dollar abzufedern. Er lässt die Auslandseinnahmen bei der Umrechnung in US-Währung für die Bilanz niedriger erscheinen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • @ Bittner
    wo ist denn bei einer Batterie die Zukunft das gibt es schon 100 Jahre. Der Tesla ist was für linksgrüne Staatsbedienstete mit zuviel Geld. Der Tesla wird ein Nischejnprodukt Bleiben. Mann könnte ihn fürs Flughafenvorfeld gebrauchen wenn er nicht zu teuer wäre.

  • Danke Herr Zwahlen. Eine Investion in die Zukunft bedeutet nun mal erst mal keinen Gewinn zu erwirtschaften. Das wird sich aber bei Tesla rechnen, sobald die Batteriefabrik steht und das Model 3 auf den Markt kommt. Herr Hoffmann, ich bin mir sicher, dass sie in 5-10 Jahren mit einem Benziner oder Diesel ein Nischenmodell fahren. Sie sollten sich mal informieren, was in vielen Metropolen in Europa (Amsterdam, London, Paris, Oslo) passiert und vorallem in Kaliornien und in China. Der Ausschluss von Verbrennungsmotoren hält hier schon Einzug. Nicht erst in 20-30 Jahren, sondern jetzt schon und in den nächsten 2-3 Jahren wird das noch ereweitert. Das wird auch Zeit, damit man die Belastung durch die Abgase endlich effiezient reduziert. Zudem, ein Benziner oder Diesel, kann sicher nicht mit einem Elektrofahrzeug mithalten, schon gar nicht mit einem Tesla Model S. Sie sollten mal einen Probefahren, dann wollen sie sicher keinen Verbrenner mehr fahren.

  • Hallo Ihr Lieben
    Der TESLA S ist das beste Auto, das ich je gefahren bin. Porsche Fahrer sehen dieses Auto nur von hinten!!! Die Beschleunigung ist der absolute Hit. Betriebskosten für 100 km von 3 Euro ... Bei einer Kaffeepause von einer halben Stunde sind wieder 270 km mehr Saft in der Batterie gespeichert.
    Solange hohe Investitionskosten anfallen, wie jetzt der Bau der Batteriefabrik entstehen nun mal zuerst Verluste. Ein VW Golf würde sicher 150'000 Euro kosten bei einer Produktionsmenge/Jahr von 55'000 Stück.
    Übrigens am Autosalon in Genf war das Publikums-Interesse überwältigend.

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