Elektroautos
Elektroautos: Coda will der neue Tesla sein

Ein kleines amerikanisches Start-up will die Automobilbranche aufmischen. Coda Automotive mit Sitz in Kalifornien möchte die erste rein elektrisch angetriebene Limousine auf den Markt bringen - und damit Autokonzerne wie Toyota oder Pioniere wie Tesla ausstechen. Und das mit Hilfe aus China - und Deutschland, und zwar von Porsche.

DÜSSELDORF. Es ist das maximale Versprechen. Coda Automotive verspricht nichts weniger als eine "praktische Revolution", als einen "Wendepunkt", als das "Ende der Abhängigkeit" vom Erdöl. Die Hürde für ihr Elektroauto haben die Kalifornier selbst sehr hochgelegt, falsche Bescheidenheit kann man dem Start-up nicht unterstellen. Dazu gibt es aus Sicht von Firmenchef Kevin Czinger auch keinen Grund. "Wir wollen ein erschwingliches Elektroauto für alle in Amerika anbieten", sagt Czinger. "Und wir sind der Überzeugung, dass dies der Beginn einer Revolution ist, die Technologie des Elektroautos in die USA zu bringen."

Geht alles nach Plan, dann könnte Coda Automotive nämlich das erste Unternehmen sein, das eine rein elektrisch angetrieben Limousine in Großserie auf den Markt bringt - noch vor Pionieren wie Tesla oder Fisker und noch vor etablierten Konzernen wie Toyota oder Daimler. Im Herbst 2010 will Coda Automotive in Kalifornien mit dem Verkauf starten. Und der Coda soll, anders als etwa der elektrisch angetriebene Smart von Daimler, Fahrer und Insassen bei Platz oder Geschwindigkeit keine Kompromisse abverlangen.

Danach sieht das Lastenheft des Stromers auch tatsächlich nicht aus. Unter der Karosserie der Stufenhecklimousine sollen Lithium-Ionen-Batterien für eine Reichweite von 200 Kilometer sorgen - bei einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/H und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/H von gut 11 Sekunden. Damit sollte der Coda auf amerikanischen Highways locker im Verkehr mitschwimmen können. Auch die Ladezeit für die Akkus kann sich sehen lassen. An einem 220-Volt-Netz soll der Coda binnen sechs Stunden aufgeladen sein - an in den USA üblichen 110-Volt-Anschlüssen benötigen die Akkus allerdings doppelt so lange.

Und der Preis? 45 000 Dollar - abzüglich staatlicher Subventionen für den Kauf eines Elektroautos wird der Coda-Kunde letztlich wohl gut 37 500 Dollar auf den Tisch legen müssen. Damit liegt der Coda preislich ungefähr auf dem gleichen Niveau wie das Elektroauto Volt von Chevrolet. Wobei der Coda anders als der Volt zum größten Teil aus China stammt - wo er auch produziert werden soll, und zwar bei Hafei Motor.

Der chinesische Autohersteller liefert Karosserie und Plattform für den Coda und wird die Fertigung übernehmen. Die Batterien wiederum stammen von Tianjin Lishen, das bereits Lithium-Ionen-Akkus für Unternehmen wie Apple, Vodafone oder Samsung produziert.

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