Elektroautos in Israel: Zu hohe Kosten für Batterien nicht bedacht

Elektroautos in Israel
Das 800-Millionen-Dollar-Desaster

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Zu hohe Kosten für Batterien nicht bedacht

In ganz Israel seien 40 Ladestationen gebaut worden, die jeweils gut zwei Millionen Euro kosteten, in denen die Batterien der E-Autos nach rund 160 Kilometern automatisch ausgetauscht wurden – ohne dass der Fahrer aussteigen musste. Die Batterien, die Better Place seinen Kunden als Teil eines Service-Pakets zur Verfügung stellte, hätten rund 10.000 Euro pro Stück gekostet. Daher habe das Unternehmen nur wenige Batterien gekauft und der Verschleiß sei groß gewesen. „Wie heißt es so schön? Wer arm ist, zahlt mehr.“

„Ein weiteres großes Problem: Nur ein Autobauer war bereit zur Zusammenarbeit mit Better Place – und auch nur mit einem Modell“, sagt Weinstock. Daher hätten Kunden überhaupt keine Auswahl gehabt. In Israel wurden nur rund tausend E-Fahrzeuge des französischen Partners Renault gekauft. Das Ziel, bis 2016 in Israel und Dänemark 100.000 E-Autos zu verkaufen, erwies sich als illusorisch.

Agassi sei zwar sehr charismatisch und mitreißend gewesen, habe aber alle Warnungen ignoriert, sagt Weinstock. Er habe sich „in einer Liga mit (Apple-Mitgründer) Steve Jobs gesehen“.

Amit Mor, Professor für Energiewirtschaft an der Hochschule IDC in Herzlija, sieht vor allem ein schlechtes Geschäftsmodell als Grund für den Zusammenbruch von Better Place. „Es war einfach nicht wasserdicht“, sagte er. Zum einen seien die damals sehr hohen Kosten für die Batterien nicht ausreichend bedacht worden. „Außerdem war das E-Auto für Kunden nicht deutlich billiger als ein herkömmliches Auto“, erklärt Mor. Die Verkaufsprognosen seien viel zu optimistisch gewesen.

Dennoch sieht Mor E-Autos als das Zukunftsmodell, auch in Israel. Man müsse sich aber auf einen allmählichen Prozess einstellen. In den kommenden Jahrzehnten rechne er damit, dass weltweit bis zu 20 Prozent der Fahrzeuge elektrisch angetrieben werden.

In Israel gebe es gegenwärtig 2,5 Millionen Autos, bis 2035 werde mit 3,5 Millionen gerechnet. „Die Hälfte davon wird voraussichtlich mithilfe erneuerbarer Energie angetrieben werden“, sagt Mor. Agassi sei ein Visionär und seiner Zeit voraus gewesen. „Er war ein Pionier, und der Markt war noch nicht bereit dafür“, sagt der Experte. „Aber die Richtung, in die er gegangen ist, ist immer noch die richtige.“

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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Zum heutigen Zeitpunkt ist ein austausch der Batterien tatsächlich die einzige Möglichkeit die Reichweiten der Fahrzeuge zu erhöhen, ein weiteres Problem aber bleibt dann noch, woher kommt der Strom zum Laden der Akkus, woher kommt er hier in Deutschland ?

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