Elektroautos Tesla fällt nach Rekordquartal tief

Die Börse verprügelte den kalifornischen Autobauer Tesla nach der Veröffentlichung der neuesten Quartalszahlen – obwohl der Umsatz fast neunmal so hoch war wie im Vorjahreszeitraum.
Update: 06.11.2013 - 09:25 Uhr 8 Kommentare

Trotz Umsatzsteigerung: Tesla verliert an der Börse

Palo AltoDer kalifornische Elektroauto-Hersteller Tesla kann die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen. Obwohl das Unternehmen im dritten Quartal die Rekordzahl von 5500 seiner Elektrolimousinen Model S ausgeliefert hat, rauschte die Aktie am Dienstag nachbörslich um zwölf Prozent in die Tiefe. Anleger hatten mit noch höheren Verkaufszahlen von bis zu 7000 gerechnet.

„Die Nachfrage nach dem Model S nimmt in Nordamerika und Europa weiterhin zu“, versicherte Firmengründer und -chef Elon Musk in einem Brief an die Aktionäre. Er will im laufenden Quartal knapp 6000 Wagen ausliefern, wodurch sich die gesamten Auslieferungen im Jahr auf 21.500 belaufen würden.

Tesla ist die Erfolgsgeschichte unter den Elektroauto-Herstellern. Die Aktie hat trotz des jüngsten Einbruchs ihren Wert seit Jahresbeginn fast verfünffacht. Erst im August war das Unternehmen nach seinem Erfolg in den USA im August nach Übersee gegangen. Insgesamt lieferte das Unternehmen 1000 Autos an europäische Kunden aus.

Der Quartalsumsatz lag mit 431 Millionen Dollar fast neunmal so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Tesla schaffte es jedoch nicht aus den roten Zahlen. Immerhin konnte das Unternehmen den Verlust von 111 Millionen auf 38 Millionen Dollar eindämmen.

Deutschland ist einer der Schlüsselmärkte beim Europavorstoß. Hier kostet das Model S ab 72.000 Euro. Um die Verkäufe anzukurbeln, will Musk bis Mitte kommenden Jahres ein deutschlandweites Netz an Ladestationen aufziehen. Anfang kommenden Jahres sollen die ersten Model S nach China geliefert werden.

Tesla muss jedoch künftig mit verschärfter Konkurrenz rechnen. BMW bringt seinen kompakten Elektrowagen i3 und den Elektrosportwagen i8 auf den Markt. Der Stuttgarter Rivale Daimler ist mit 4,3 Prozent an Tesla beteiligt und arbeitet mit den Kaliforniern bei Elektroautos zusammen.

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  • dpa
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8 Kommentare zu "Elektroautos: Tesla fällt nach Rekordquartal tief"

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  • Tesla muss die Konkurrenz von BMW und Daimler sicher nicht fürchten. Diese Hersteller haben jahrelang auf öffentliche Subventionen gewartet, vergeblich.
    Nun haben sie die Zeit verschlafen und kommen mit Alibi-Modellen, mit denen man gerade mal 60km Reichweite hat.
    Das kommt von der Gier nach Subventionen.
    Daimler war wenigstens so schlau, sich bei Tesla einzukaufen und hat damit die Schuhspitze in der Türe. Daimler bezieht seine E-Bauteile von Tesla. Das sagt genug.

  • Aus der Form 8-K von gestern:
    Customer deposits 140,277 (In thousands)
    Lese ich das richtig, 140 Millionen USD Anzahlungen? Bei 2.500 USD pro Wagen also angezahlte Vorbestellungen in der Größenordnung 50.000 Autos?

  • Das ist nunmal so, wenn man von mehr ausgeht.
    Würde ich meinen Angestellten erzählen, dass ich in 6 Monaten ihr Gehalt verdoppel un dann nur eine Steigerung von 10% rauskommt, dann wären auch alle enttäuscht.

  • Die meisten Teslas gingen ja nach Norwegen. Dank der großzügigen Subventionen. Mal sehen wie sich die Batterien von Tesla im Norwegischen Winter bei minus 25 oder 30°C machen?

  • Buy the rumor, sell the fact.
    Eine für den ein oder anderen anscheinend völlig überraschend, innovative Verhaltensweise an den Börsen.
    So lange der bestellte Tesla eines Bekannten noch nicht ausgeliefert wurde, kann ich sicher von 100% Abverkauf der Produktion ausgehen.

  • Ist immer risky an der Börse auf Firmen zu wetten die Verluste machen. Gleichzeitig die Kurse zu treiben durch die Hoffnung mal weniger Verluste oder sogar Gewinn zu machen.
    Für derlei "Invest" ist mir mein sauer verdientes Geld zu schade.

  • also von "tief fallen" kann nicht die Rede sein, ok es ist eine Korrektur, aber die Aktie ist innerhalb einem Jahr von ca. 30 USD auf über 180 USD gestiegen, aktuell sind es "nur" noch 155 USD, sind also immer noch über 500 %, da kann man doch zufrieden sein.

  • Ein neunfach gestiegener Gewinn ist eben zu wenig!

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