Elektroautos und Ladesäulen

Die Spannung steigt

Elektromobilität soll massentauglich werden. Doch bislang fehlen in Deutschland weiterhin Schnelladestationen – und die festen Zusagen, wer künftig für die schnelle Ladung bezahlen soll.
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Elektromobilität: Mehr Ladesäulen für E-Autos Quelle: dpa
Sportler ohne Auspuff

Die Konzeptstudie Porsche Mission E soll rein elektrisch über 500 Kilometer fahren - nur Ladestationen fehlen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie deutsche Antwort auf Tesla ist weiß und verdammt schnell. Ab 2020 soll der Porsche Mission E dem kalifornischen Konkurrenten das Leben schwerer machen – nicht nur wegen der Spitzengeschwindigkeit von 250 Stundenkilometern. In nur vier Minuten soll der Elektrosportler aus Zuffenhausen 100 Kilometer elektrische Reichweite tanken. Damit könnte man fast mit einem Benziner konkurrieren. „Mit Porsche Turbo Charging geht das Laden bei 800 Volt an DC-Ladesäulen deutlich schneller als gewohnt“, verspricht der Hersteller. Das Problem: in Deutschland gibt es noch keine einzige Ladestation, die auf diese Spannung kommt.

Die rund 7000 Schnellladestationen in Deutschland laden mit einer Leistung von bis zu 50 kW (bei 400 Volt). Das reicht, um beispielsweise die Batterie eines elektrischen Kleinwagen wie dem Renault Zoe oder dem VW Up in 30 Minuten auf 80 Prozent vollzutanken. Doch bei den größeren Elektrofahrzeugen, die insbesondere die deutschen Hersteller in den kommenden Jahren planen, dürfte das nicht mehr ausreichen. Fahrzeuge wie der Audi Q6 e-tron müssten mehrere Stunden ans Kabel, bis die Reichweite wieder stimmt.

Hinter den Kulissen arbeiten die Hersteller darum an der nächsten Generation von Ladesäulen. Schon in ein bis zwei Jahren sollen Elektroautos mit 150 kW geladen werden – und wären damit dreimal so schnell wie heute. „Das wird der nächste große Schritt“, sagt Andre Kaufung, Geschäftsführer der CharIn, einer Initiative, die in Deutschland die Harmonisierung von Ladestationen vorantreiben soll. Zur CharIn gehören neben Ford, GM und Tesla auch die deutschen Autobauer BMW, Daimler und Volkswagen sowie Ladenetzbetreiber und Hersteller von Ladestationen. Im September wollen sich vier weitere Autobauer anschließen. Gemeinsam wollen die Unternehmen auch die Kleinstaaterei in der Ladeinfrastruktur beenden.

Ein Vorhaben, das ambitioniert ist. Denn bislang gleicht die Ladeinfrastruktur immer noch einem Flickenteppich. Viele Ladestationen sind nicht öffentlich zugänglich oder sind nur mit lokalen Zugangssystemen, beispielsweise von Stadtwerken, nutzbar. Wer quer durch Deutschland reist, kann damit nicht an jeder Säule laden. Mit einer Verordnung will das Wirtschaftsministerium zumindest den Zugang einheitlich gestalten – und die Bezahlung damit vereinfachen. „Wesentlich dabei ist, dass die Kleinstaaterei nicht zu proprietären, nicht vernetzten Insellösungen führt“, sagt Michael Hajesch, E-Mobilitätsexperte bei BMW.

Wie funktioniert ein Elektroauto?

Wie funktioniert ein Elektroauto?

Einheitlichkeit, da sind fast alle Hersteller einig, sind der Schlüssel, um den Elektroautos aus der Nische zu helfen. Auf einen einheitlichen Stecker hat sich die Industrie mittlerweile verständigt. Fast alle europäischen Hersteller wollen ihre neuen Modelle mit dem CCS-Standard auf den Markt bringen, der laut einer EU-Verordnung zum neuen Mindeststandard werden soll. Der künftige Standard, so hofft es die Industrie, soll aus Europa kommen – und konkurrierenden Systemen wie Chademo aus Japan und GB/T aus China auf dem Weltmarkt Konkurrenz machen. In Deutschland soll der gemeinsame Standard den Betrieb von Ladesäulen lukrativer machen.

Diese E-Autos werden gekauft
E-Auto-Prämie
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In den ersten Tagen der Elektroauto-Prämie sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 718 Anträge eingegangen. Die Zahl entspricht nach Angaben der Behörde den Erwartungen, ist aber kein Vergleich zu der Antragsflug bei der Abwrackprämie vor ein paar Jahren: Dort waren in den ersten Tagen 150.000 Anträge eingegangen.

Renault und BMW profitieren
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Besonders profitieren von dem seit 2. Juli beantragbaren Zuschuss in Höhe von 4000 Euro für E-Autos und 3000 Euro für Plug-in-Hybride konnten Modelle von BMW und Renault.

Renault Zoe
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Am häufigsten wurde mit Hilfe der Prämie der Renault Zoe gekauft, 184-mal beantragten Käufer einen Zuschuss für den Elektro-Kleinstwagen.

BMW i3
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Auf dem zweiten Platz landet nach gut einer Woche der BMW i3, 127 Anträge wurden für den Kleinwagen gestellt, der ebenfalls von einem Elektromotor angetrieben wird.

BMW 225xe
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Mit deutlichem Abstand folgen auf Rang drei und vier zwei Plug-in-Hybrid-Modelle: Vom BMW 225xe wurden 80 Stück mithilfe der Prämie erworben...

Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid
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...das SUV Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid kommt auf 54 Käufe.

Kia Soul EV
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 Die Top 5 ergänzt der Kia Soul EV, für den 32 Käufer einen Zuschuss beantragten.

Das ist auch dringend nötig. Die Bundesregierung hat zwar zugesagt, bis 2020 rund 15.000 Ladesäulen mit insgesamt 300 Millionen Euro zu fördern. Doch zu den angepeilten 70.000 Ladestationen, die in vier Jahren stehen sollen, klafft dann immer noch eine große Lücke. Die Hersteller sind trotzdem überzeugt, dass diese Lücke geschlossen werden kann. „Wir sehen über die letzten drei Jahre insbesondere in den europäischen Kernmärkten eine jährliche Verdoppelung der öffentlichen Ladeinfrastruktur“, sagt BMW-Experte Hajesch. Mit seiner Plattform „Charge Now“ versucht BMW den Zugang zu den Ladestationen zumindest für die eigenen Kunden zu vereinheitlichen.

Tesla macht es vor
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  • Herr Harald Trautmann, Ihrem Komentar

    "@ Franz Paul, ich sage es Ihnen heute voraus, wenn Sie es nicht kapieren, werden Sie zukünftig in einer Welt aufwachen, die sie sich niemals wünschen und sich in ihren Alpträumen nicht vorstellen können! Zuviele haben mittlerweile rein gar nichts mehr zu verlieren, aber anscheinend muß erst die Gesellschaft komplett zerfallen und im Chaos enden, bevor auch Sie und ihresgleichen erkennen, dass es so nicht mehr weitergehen kann, nicht mehr weitergehen darf."

    kann ich nur völlig zustimmen, in Anlehnung an "der Mensch braucht die Natur, nur die Natur bracht nicht den Menschen".

  • Für die EEG-Umlagen, die Stromsteuer und die Mwst. auf Strom werden alleine hierzulande jedes jahr rd. 35 MRD Euro einkollektiert. Hinzu kommen die Energiesteuern aus fossilen Energieträgern zur Mobilität und für den Wärmebedarf.

    Dies ist die Entwicklung des CO2-Ausstosses in Deutschland, danach hat Deutschland über die Energiewende ca. 200 bis 300 Mio Tonnen des "Klimakillers" eingespart:

    http://www.umweltbundesamt.de/daten/klimawandel/treibhausgas-emissionen-in-deutschland

    Und hier ist eine Statistik nach Emissionsverursachern:
    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/179260/umfrage/die-zehn-groessten-c02-emittenten-weltweit/

    Insgesamt werden jährlich rd. 35 Milliarden Tonnen CO2 emittiert,. Und nun rechnen Sie mal.

  • ... das Motto, sorry! Motte war eher unpassend.

  • Wie werden doch eh schon alle rund um die Uhr überwacht, das spielt es keine Rolle mehr, was man schreibt. Schließlich sind wir alle potenzielle Terroristen. „Du bist Deutschland“ war vor längerem eine kontrovers diskutierte Social-Marketing-Kampagne, die auf positives Denken und auf ein neues deutsches Nationalgefühl zielte. Sie wurde im Rahmen der Initiative Partner für Innovation von 25 Medienunternehmen ins Leben gerufen und von Bertelsmann koordiniert. Jetzt lautet das Motte: „Du bist Terrorist“.
    Deshalb muß man uns ja alle rund um die Uhr überwachen, überall Kameras und unsere Rechte einschränken. Sie wissen alles über uns. Deshalb ist es mir scheissegal, sollen Sie doch machen, was sie wollen. Mich erreichen die eh nicht mehr mit ihren Parolen und ihren Lügengeschichten. Ich habe mich schon vor Jahren komplett aus diesen Kosumterrorismus und diesem System ausgeklinkt. Ich brauche niemanden mehr, mich können alle kreuzweise, kaufen kann man mich auch nicht, da ich nicht käuflich bin. Deshalb prallt das alles wie Teflon an mir ab, was die Medien meinen zu wissen, was für mich und diese Gesellschaft das Beste wäre. Die kriegen meinen Mittelfinger!

  • Elektromobilität soll massentauglich werden. Doch bislang fehlen in Deutschland weiterhin Schnelladestationen – und die festen Zusagen, wer künftig für die schnelle Ladung bezahlen soll.

    .....

    Europa´s Autobauer sind nicht mehr in der Lage echte Konzepte zum Erfolg zu bringen da der Sumpf der Skandale und noch nicht einmal aufgedeckte Korruptions-Geschäafte aufgedeckt sind.

    Elektroautos, vor allem kleinere und bezahlbare Elektroautos für Europa werden irgend wann in Zügen von China nach Hamburg importiert werden .

    Die Bahnverbindung besteht bereits weil CHINA zuerst die Infrastruktur erstellt und dann die Erfolge einführt...

    während diese EU nur ..." BLA-BLA-BLA-BLA " betreibt.


  • @ Franz Paul, ich sage es Ihnen heute voraus, wenn Sie es nicht kapieren, werden Sie zukünftig in einer Welt aufwachen, die sie sich niemals wünschen und sich in ihren Alpträumen nicht vorstellen können! Zuviele haben mittlerweile rein gar nichts mehr zu verlieren, aber anscheinend muß erst die Gesellschaft komplett zerfallen und im Chaos enden, bevor auch Sie und ihresgleichen erkennen, dass es so nicht mehr weitergehen kann, nicht mehr weitergehen darf.

  • Jetzt mal nur so als Milchmaedchenrechnung : Mit Ladestation 150 kW in 15 Minuten zu 80% geladen <= 47kWh / Da eine Tiefentladung fuer den Akku toedlich ist, wohl nicht mehr als 42 kWh nutzbar.

    Bei 440kW Leistung macht das 5 Minuten Vollgas bis zum leeren Akku, sofern der nicht vorher thermisch abregelt. Da der Akku gekuehlt/geheizt werden muss und Verbraucher wie Klima, Navi-Radio und Licht dazu kommen, sind die 500km wohl ein feuchter Wunschtraum des Marketings.

    Ein Tesla S P90D mit aehnlichen Fahrleistungen braucht fuer 500km (auf dem Papier) mit 90kWh.

    Die Rechnung kann nicht aufgehen.

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