Elektroband-Stahl
Thyssen-Krupp setzt auf Gelsenkirchener Werk

Thyssen-Krupp Electrical Steel GmbH, eine Tochter des Thyssen-Krupp-Konzerns, hat im vergangenen Jahr wieder Gewinn geschrieben. das lag nicht zuletzt an der hohen Produktivität seines Gelsenkirchener Werks. Dieses soll ausgebaut werden.

HB GELSENKIRCHEN. Nach der von Protesten begleiteten Schließung der Produktion im italienischen Terni will das Unternehmen seine Produktion an den beiden verbliebenen Standorten in Gelsenkirchen und im französischen Isbergues weiter ausbauen. Bis zum Geschäftsjahr 2006/2007, das am 30. September 2007 endet, sei eine Steigerung der Produktion von so genanntem kornorientiertem Elektroband um 25 Prozent auf rund 250 000 Tonnen im Jahr geplant, berichtete das Unternehmen am Freitag in Gelsenkirchen.

Durch die Schließung in Terni war die Produktion der vor allem von Energieunternehmen zum Bau von Transformatoren eingesetzten Stahlsorte zuvor um 90 000 Tonnen zurückgegangen.

Hintergrund der neuen Ausbaupläne sei eine weltweit kräftig gestiegene Nachfrage nach der Stahlsorte, die bereits zu einer Unterversorgung geführt habe, so das Unternehmen. Auslöser des Nachfrageschubs seien vor allem die enormen Anstrengungen zum Bau neuer Kraftwerke sowie Stromerzeugungs- und Übertragungsanlagen in Indien und China. Thyssen-Krupp ist derzeit der größte Hersteller von kornorientiertem Elektroband in Europa und steht weltweit auf dem zweiten Platz nach der japanischen Nippon Steel.

Vor allem die hohen Strompreise in Italien hätten die Produktion in Terni unrentabel gemacht, da das Vormaterial dort in so genannten Elektro-Lichtbogenöfen erzeugt wurde. In Gelsenkirchen und Isbergues werde das Vormaterial dagegen mit geringerem Energieeinsatz im Hochofen produziert.

Nach an allen drei Standorten angefallenen Verlusten von insgesamt 80 Mill. Euro im Geschäftsjahr 2003/04 habe das zum Düsseldorfer ThyssenKrupp-Konzern gehörende Unternehmen im zurückliegenden Jahr wieder einen Überschuss von 20 Mill. Euro erzielt. Das habe auch am kräftigen Preisanstieg gelegen. Der Umsatz erhöhte sich im zurückliegenden Jahr um 28 Prozent auf 387 Mill. Euro. Das Unternehmen beschäftigt rund 1100 Mitarbeiter, davon 600 am Standort Gelsenkirchen.

Der Auftragsbestand reiche bis in den Juli kommenden Jahres, sagte Clemens Iller, Vorstandschef von Thyssen-Krupp Electrical Steel zu den Zukunftsaussichten auch in Gelsenkirchen. Etwa 40 Prozent der weltweiten Jahresproduktion von 1,5 Mill. Tonnen flössen in den asiatischen Markt.

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