Elektrobandfertigung im Stahlwerk wird geschlossen
Thyssen-Krupp hat schlechte Nachrichten für Terni

Der Industriekonzern Thyssen-Krupp will die Elektroband-Fertigung in seinem Stahlwerk im italienischen Terni bis September 2005 endgültig schließen.

HB DÜSSELDORF. Alle derzeit noch gut 250 Mitarbeiter hätten eine Beschäftigungsgarantie erhalten und würden in die Edelstahlsparte übernommen, sagte ein Sprecher von Thyssen-Krupp Steel am Mittwoch in Duisburg. Das Management habe die Schließung der Elektrobandproduktion angesichts der anhaltenden Verluste in diesem Geschäft beschlossen. Elektroband ist eine mit besonderen Leitfähigkeiten ausgestattete Blechsorte. Thyssen-Krupp Steel beschäftigt im gesamten Edelstahlwerk Acciai Speciali Terni in der strukturschwachen italienischen Region Umbrien nach Unternehmensangaben rund 3600 Mitarbeiter.

Thyssen-Krupp Steel hatte bereits Anfang dieses Jahres die Aufgabe der Elektrobandproduktion am Standort Terni erwogen. Damals hatten massive Proteste der italienischen Belegschaft die Duisburger noch zu einem Einlenken bewogen. Auch der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte sich für den Erhalt der bedrohten Arbeitsplätze stark gemacht.

Eine Wiederholung der Proteste erwartet der Stahlkonzern diesmal nicht. Es gebe schon entsprechende Signale von den Gewerkschaften, da man eine Beschäftigungsgarantie abgegeben habe, sagte der Unternehmenssprecher weiter. Das „Handelsblatt“ hatte zuvor berichtet, Thyssen-Krupp haben wegen der Schließungspläne einen Protestbrief des italienischen Industrieministers Antonio Marzano bekommen.

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