Elektrobranche
ABB erfüllt die Erwartungen

Der Elektrotechnikkonzern ABB hat im dritten Quartal einen Milliarden-Gewinn eingefahren. Grund: Kostensenkungen haben sich für das Unternehmen ausgezahlt
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HB ZÜRICH. Der Energie- und Automationstechnikkonzern ABB spürt trotz hoher Gewinne weiter die Wirtschaftskrise. Die Auftragseingänge sanken im dritten Quartal dieses Jahres um rund ein Fünftel auf 7,1 Mrd. $ (4,6 Mio Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag in Zürich mitteilte. Der Umsatz schrumpfte im Zeitraum Juli bis September um zehn Prozent auf 7,9 Mrd. Dollar. Unterm Strich fuhr ABB dank Sonderfaktoren einen Gewinn von rund einer Milliarde Dollar ein. Das waren zwölf Prozent mehr als im dritten Quartal 2008. Im Überschuss enthalten sind allerdings 380 Mio. Dollar aufgelöste Rückstellungen. Die Rücklagen stehen im Zusammenhang mit kartellrechtlichen Verfahren.

Die Geschäftsaussichten für den restlichen Jahresverlauf und 2010 von ABB sind nach Angaben von Konzernchef Joe Hogan weiterhin unsicher. Es sei nicht abzusehen, wann die Flaute überwunden und Investitionen wieder anziehen werden.

Den gesamten Auftragsbestand per Ende September gab ABB mit 26,2 Mrd. Dollar an. Das sind vier Prozent weniger als zum gleichen Zeitpunkt 2008. Insgesamt hat sich der Rückgang bei den Bestellungen im Vergleich mit den Vorquartalen jedoch abgeschwächt. Die Nachfrage in den Bereiche Energie sowie Öl und Gas sei stabil, die Bereiche Industrie und Bau lahmten dagegen.

Den operativen Gewinn steigerte ABB im dritten Quartal vor allem wegen des strikten Sparprogramms. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte um zehn Prozent auf 1,42 Mrd. Dollar zu. ABB will seine Kosten bis Ende 2010 um insgesamt zwei Mrd. Dollar dauerhaft reduzieren. Zwischen Juli und September wurden 500 Mio. Dollar eingespart.

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