Elektrofahrzeuge
Renault will E-Autos rentabel machen

Um den Kunden seine Elektrofahrzeuge schmackhaft zu machen, bietet Renault die teure Batterie zur Miete an. So will der Autobauer zum Marktführer in Deutschland werden - und mit dem Geschäft endlich Geld verdienen.
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DüsseldorfRenault will im weltweiten Rennen um Elektromobilität kräftig mitmischen: 2012 sollen bei dem französischen Autobauer 90.000 Elektrofahrzeuge vom Band laufen. Allein für Deutschland seien 8000 vorgesehen, sagte Achim Schaible, Vorstandschef der deutschen Tochter, am Donnerstag in Düsseldorf. Ein ambitioniertes Ziel angesichts der lediglich 2154 neu zugelassenen Elektrofahrzeuge im vergangenen Jahr.

Um die rein elektrisch betriebenen Fahrzeugmodelle erschwinglich zu machen, bietet Renault die dazugehörige Batterie, die generell als Kostentreiber gilt, lediglich zur Miete und nicht zum Kauf an. So will sich der Peugeot-Konkurrent ein großes Stück vom Kuchen abschneiden und bei E-Autos zum Marktführer in Deutschland aufsteigen. Schaible zeigte sich zuversichtlich, dass das Geschäft mit den E-Autos trotz der Vorfinanzierung der Batterien, die vom japanischen Elektrokonzern NEC bezogen werden, bald rentabel sein wird. Auf einen genauen Zeitpunkt legte er sich indes nicht fest.

Die Bundesregierung will bis 2020 rund eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße bringen. Experten halten dieses Ziel ohne Förderung aber für unrealistisch. Elektroautos gelten als vielversprechende, umweltschonendere Alternative zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren und werden von einer ganzen Reihe Anbietern wie Daimler, BMW, VW oder Peugeot entwickelt.

Doch während die E-Wagen auf großen Automessen einen immer größeren Stellenwert haben, sind sie auf den Straßen bislang nur selten zu sehen: Ganze 2154 Neuzulassungen von insgesamt 3,17 Millionen hat das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt im vergangenen Jahr gezählt. Die vergleichsweise geringe Reichweite und der hohe Preis bereiten der Branche Kopfzerbrechen.

Im vergangenen Jahr war Renault mit rund 181.000 Neuzulassungen - inklusive der Tochter Dacia - nach eigenen Angaben zum 21. Mal in Folge der stärkste ausländische Automobilhersteller auf dem deutschen Markt. Den Marktanteil bezifferte Schaible mit 5,3 Prozent. Für 2012 peilt er 189.000 Neuzulassungen und einen Marktanteil von 5,6 Prozent an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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