Elektrokonzern
ABB verspricht Wachstum trotz Abschwung

Der Elektrokonzern ABB demonstriert Selbstbewusstsein in der Krise. Bis 2015 sollen die Umsätze des Siemens-Rivalen jährlich um bis zu zehn Prozent steigen.
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ZürichDer Schweizer Elektrokonzern ABB verspricht seinen Investoren trotz der heraufziehenden Rezession kräftiges Wachstum bis 2015. Der Umsatz solle jährlich im Schnitt sieben bis zehn Prozent zulegen, teilte der Siemens-Rivale am Freitag mit.

Zusätzlich könnten drei bis vier Prozentpunkte durch Zukäufe hinzukommen. Binnen vier Jahren würde ABB so seinen Umsatz auf 50 bis 60 Milliarden Dollar annähernd verdoppeln. In den letzten Jahren war der ABB-Umsatz durchschnittlich um gut sechs Prozent gewachsen.

Die Turbulenzen aus der europäischen Schuldenkrise schrecken die Schweizer nicht. „Wir erwarten keine tiefe Rezession, nur eine Abkühlung für die nächsten zwölf bis 18 Monate“, sagte Finanzchef Michel Demaré in Zürich. Spätestens 2013 kehrten die Absatzmärkte zu ihrer vollen Stärke zurück. Bislang verschöben Kunden allenfalls im kurzfristigen ABB-Geschäft ihre Bestellungen.

Der französische Konkurrent Alstom hatte sich zumindest für sein laufendes Geschäftsjahr 2011/2012 ähnlich unbeeindruckt geäußert. ABB-Chef Joe Hogan räumte allerdings ein, dass vor allem die Griechenland-Volten zunehmend an seinen Nerven zerren: „Irgendwann bekommt man eine posttraumatische Belastungsstörung“, klagte er.

Der Gewinn je ABB-Aktie soll in den kommenden Jahren überproportional zulegen und um jährlich zehn bis 15 Prozent wachsen. Für die operative Rendite (Ebitda) peilt der Konzern Werte zwischen 13 und 19 Prozent an. Vor allem aus dem Industrie- und Energietechnikgeschäft mit Schwellenländern sollen die Zuwächse kommen. Der Service- und Softwareanteil ABBs werde zudem kräftig ausgebaut. Börsianer zeigten sich wenig beeindruckt. Der Kurs der ABB-Aktie stagnierte am Freitagvormittag.

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