Elektrokonzern
Hilfsprogramme: Siemens hofft auf Milliarden

Gewaltige Dimensionen: Der Elektrokonzern Siemens erwartet aus den weltweiten staatlichen Konjunkturprogrammen in den kommenden drei Geschäftsjahren für sich Aufträge von rund 15 Milliarden Euro.

HB MÜNCHEN. Rund 6 Milliarden Euro davon dürften auf umweltfreundliche Technologien entfallen, teilte Siemens am Montag in München mit. Damit werde der Anteil des Umweltportfolios am Gesamtumsatz des Konzerns deutlich steigen. "Der teilweise starke Rückgang der privaten Nachfrage in der schlimmsten Krise der Weltwirtschaft seit Jahrzehnten wird durch die staatlichen Maßnahmen zumindest abgefedert", erklärte Konzernchef Peter Löscher laut Mitteilung. "Dies sollte auch eine stabilisierende Wirkung auf das Siemens-Geschäft haben."

Die besten Aussichten, von den Konjunkturprogrammen zu profitieren, sieht Siemens in den USA, in China und Deutschland. Vom Gesamtvolumen der Programme von weltweit 2 Billionen Euro machten Infrastrukturinvestitionen rund 700 Milliarden Euro aus, erklärte das Unternehmen. Das Marktvolumen, für das sich Siemens mit seinen Produkten und Lösungen bewerben kann, wurde auf rund 150 Milliarden Euro beziffert.

Mit Umwelttechnologien hatte Siemens im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/08 (30. September) einen Umsatz von rund 19 Milliarden Euro verbucht. Bis 2011 sollen diese Erlöse auf 25 Milliarden Euro jährlich steigen, wie der Konzern am Montag bekräftigte. Der Konzernumsatz belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf gut 77 Milliarden Euro. Zu Details wollten sich Konzernchef Löscher und Finanzvorstand Joe Kaeser noch am Montag in einer Telefonkonferenz äußern.

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