Elektrokonzern
Konjunktursorgen lassen Hitachi kalt

Die Konjunkturkrise zieht an dem japanischen Elektrokonzern bislang spurlos vorüber, Hitachi konnte den Betriebsgewinn steigern. Die Strategie der Japaner, verstärkt auf Infrastrukturtechnik zu setzen, zahlt sich aus.
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TokioIm vergangenen Quartal legte der Betriebsgewinn um gut ein Fünftel auf umgerechnet 658 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Die Strategie der Japaner, sich zunehmend aus dem Verbrauchergeschäft zurückzuziehen und verstärkt Infrastrukturtechnik anzubieten, zahlte sich für Hitachi aus. Zudem macht das Unternehmen, das eine riesige Produktpalette von Baggern bis zu Kraftwerken anbietet, nur wenig Geschäft im krisengebeutelten Europa und China, das mit schwächelnden Wachstumsraten ringt. Nur 18 Prozent seiner Einnahmen bezieht der Konzern aus den beiden Regionen.


Für das laufende Geschäftsjahr bekräftigte Hitachi die Prognose, wonach das Unternehmen auf einen operativen Gewinn von knapp fünf Milliarden Euro kommen will. Ihre Rendite wollen die Asiaten mit einem Sparkurs bei den 900 Töchtern und mehr Geschäft mit Infrastrukturausrüstung aufpolieren. Erst in der vergangenen Woche hatte Hitachi einen 4,5 Milliarden Pfund schweren Zugauftrag aus Großbritannien an Land gezogen und damit Konkurrenten wie Siemens und Alstom ausgestochen.

Das wenig einträgliche Geschäft mit Unterhaltungselektronik fährt Hitachi immer weiter zurück. Im Jahresverlauf führt die Firma ihre Sparte für Fernseherdisplays mit denen der Konkurrenten Sony und Toshiba zusammen. Die Konzernmarge soll sich auf absehbare Zeit von derzeit vier Prozent verdoppeln und sich so den Renditeniveaus der Übersee-Konkurrenten GE und Siemens annähern.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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