Elektromobilität Zahl der weltweiten E-Auto-Zulassungen überspringt die Millionengrenze

Weltweit wurden im vergangenen Jahr 1,2 Millionen E-Autos zugelassen, die Hälfte davon in China. Auch in Deutschland werden die Fahrzeuge immer beliebter.
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Im Vergleich zum herkömmlichen Automarkt ist der Markt für E-Autos noch immer sehr klein. Quelle: dpa
E-Auto

Im Vergleich zum herkömmlichen Automarkt ist der Markt für E-Autos noch immer sehr klein.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Zahl der Zulassungen für Elektroautos hat in diesem Jahr 1,2 Millionen erreicht. Das ist das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey.

Vor allem der chinesische Markt wächst kräftig. Rund 600.000 Elektroautos wurden im Reich der Mitte verkauft – ein Plus von 72 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Unternehmensberatung stellt eine „große Dynamik“ bei der Entwicklung von Elektroautos in China fest. China sei auf dem Weg, weltweit führender Anbieter von Elektromobilität zu werden.

Das dürfte auch an der massiven Förderung liegen, die das Land der Elektroautobranche auch auf der Nachfrageseite zukommen lässt. Rund 40 Prozent des Kaufpreises werden in China subventioniert. Zum Vergleich: In Deutschland sind es nur 20 Prozent.

Auch haben die chinesischen Käufer mehr Auswahl bei Modellen für Elektroautos. Rund 100 Modelle stünden den Käufern dort zur Verfügung: „Dazu gehören viele kleinere Fahrzeuge und Marken für die urbane Mobilität, die außerhalb Chinas praktisch unbekannt sind“, erklärt McKinsey-Berater Nicolai Müller.

Auch in Deutschland werden immer mehr Elektroautos zugelassen, schreiben die Studienmacher. So habe sich ihre Zahl gegenüber dem Vorjahr beinahe verdoppelt auf 58.000 zugelassene Fahrzeuge. Allerdings hat Deutschland bei der Produktion von Elektroautos offenbar noch Nachholbedarf. So betrug der Weltmarktanteil Deutschlands 19 Prozent.

Damit liegt Deutschland gleichauf mit Japan. Die Nummer eins der E-Auto-Produktion mit einem Weltmarktanteil 41 Prozent ist China.

Trotz des Wachstums: Der Anteil der E-Autos am gesamten Automobilmarkt ist verschwindend gering. So wurden allein in Deutschland laut den Daten des Kraftfahrzeugbundesamtes im vergangenen Jahr rund 3,4 Millionen Personenkraftwagen zugelassen – mehr als alle neu zugelassenen E-Autos weltweit zusammengerechnet.

Auf diese E-Autos fahren die Deutschen ab
Platz 7: Nissan Leaf
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In der Top Ten der meistverkauften E-Mobile finden sich auch Fahrzeuge jenseits der Kleinwagenklasse. Das meistverkaufte Elektroauto der Welt, der Nissan Leaf, findet sich mit 636 Neuzulassungen auf Platz sieben wieder.

Nissan Leaf
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Der Rückgang der Verkäufe dürfte darauf zurückzuführen sein, dass die Japaner jüngst das hier abgebildete neuer Modell, unter anderem mit deutlich mehr Reichweite auf den Markt gebracht haben, das hierzulande erst jetzt erhältlich ist.

Platz 9: Hyundai Ionic Elektro
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455 Käufer entschieden sich für den alternativ angetriebenen Koreaner, den es auch als Hybrid und Plug-In-Hybrid gibt. Die Elektroversion mit Strom für 250 Kilometer nimmt Batteriefahrzeuge wie Chevrolet Bolt oder Nissan Leaf ins Visier, die Plug-In-Version mit 51 Kilometern elektrischer Reichweite zielt vor allem auf den VW Golf GTE, der konventionelle Hybrid ist speziell auf den Gegner Toyota Prius zugeschnitten.

Platz 10: VW e-Up
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Auf Platz zehn schafft es der VW e-Up. Ganze 372 Käufer entschieden sich in den ersten vier Monaten 2018 für den rein elektrisch angetriebenen Kleinwagen mit 82 PS Leistung und rund 160 Kilometern Reichweite.

Platz 10: VW e-Up
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Mit einem Preis von 26.900 Euro ist das kleinste Elektroauto aus dem VW-Konzern allerdings auch mehr als doppelt so teuer wie die Verbrennervarianten des Kleinswagen.

Platz 7: Tesla Model X
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Mit Tesla Model S (2.241) und Model X (1.090) auf den Plätzen sechs und sieben haben es auch zwei Oberklasse-Modelle in die Top Ten geschafft.

Platz 8: Tesla Model S
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Das Einstiegsmodells S 60 ist mittlerweile Geschichte. Wer Model S fahren will, muss auch ordentlich Geld dafür hinlegen. Das S 70 beginnt bei 82.700 Euro, hat aber auch nur eine 70 kWh-Batterie. Das mit 469 PS deutlich stärkere Spitzenmodell P 90 D kostet ab 124.300 Euro. Wird das „Beschleunigungs-Upgrade“ (539 PS) für ultimative Beschleunigung geordert, verteuert sich der Allradler sogar auf stolze 135.400 Euro.

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