Elektronikbranche
Philips muss Gürtel noch enger schnallen

Der Elektronikkonzern Philips wird vom weltweiten Wirtschaftsabschwung immer stärker in die Mangel genommen - und daran dürfte sich so schnell auch nichts ändern. Konsequenz: Philips will den eigenen Sparkurs fortsetzen.

DEN HAAG. Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat im ersten Quartal 2009 den Wirtschaftsabschwung stark zu spüren bekommen und erneut rote Zahlen geschrieben. "Wir erlebten einen deutlichen weiteren Rückgang auf unseren Märkten", begründete Konzernchef Gerard Kleisterlee gestern die finanziellen Ergebnisse. Es ist bereits das zweite Quartal in Folge, das Philips mit einem Verlust abschloss.

Erstmals habe der Rückgang auch den Bereich Medizintechnik erfasst. Der Konzernumsatz ist laut dem Quartalsbericht bis Ende März 2009 um 17 Prozent auf 5,1 Mrd. Euro gesunken. Ein Nettoverlust von 59 Mio. Euro trat an die Stelle des Gewinns von 294 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum.

Kleisterlee zeigte sich trotz der erneut roten Zahlen zuversichtlich für die mittelfristige Entwicklung des Unternehmens. Der in Konsumenten-Elektronik, Lichttechnik und Gesundheitstechnik aktive Konzern werde gestärkt aus der Rezession hervorgehen werde, sagte er. Eine starke Bilanz- und Cash-Position stütze diese Erwartung.

Der Konzernchef schöpft Optimismus unter anderem deswegen, weil er mit seinem Sparprogramm gut vorankommt. Der Sparkurs wird sogar verschärft: Für das Gesamtjahr hatte Philips zunächst ein Volumen an Einsparungen von 400 Mio. Euro ausgegeben. Gestern hat Kleisterlee dieses Ziel auf mehr als 500 Mio. Euro erhöht. Analysten zeigten sich ebenfalls überzeugt, dass sich die Ertragslage von Philips schrittweise verbessern werde. Der Elektronikkonzern habe im ersten Quartal zwar in allen drei Sparten schwächer als befürchtet abgeschnitten, kommentierte Jürgen Wagner, Analyst bei Sal. Oppenheim. Doch das erste Quartal sollte fundamental den Tiefpunkt markiert haben. Die Niederländer hätten früh damit angefangen, sich um ihre Kostenbasis zu kümmern, heißt es in seiner Studie weiter. An der Börse in Amsterdam wurden die Zahlen positiv aufgenommen. Die Aktie des Konzerns legte um fünf Prozent auf annähernd 13 Euro zu.

Seite 1:

Philips muss Gürtel noch enger schnallen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%