Elektronikkonzern
Panasonic mit erstem Verlust seit sechs Jahren

Panasonic hat erstmals seit sechs Jahren tiefrote Zahlen geschrieben. Auch im laufenden Jahr rechnet der japanische Elektronikkonzern mit einem Verlust. Es kommen eben zwei Dinge zusammen: Schwache Nachfrage und starker Yen.

HB TOKIO. Der Gewinn der weltweiten Nummer Eins bei Plasma-Fernsehern fiel in dem am 31. März abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Strich ein Fehlbetrag von 378,9 Mrd. Yen (2,9 Mrd. Euro). Der Umsatz sank um 14 Prozent auf 7,76 Billionen Yen. Der Konzern reagiert bis März kommenden Jahres mit dem Abbau von 15 000 der 300 000 Stellen und schließt weltweit rund 40 Produktionsstätten.

Wie auch andere japanische Elektronikkonzerne rechnet Panasonic im laufenden Jahr erneut mit Nettoverlusten, und zwar von 195 Mrd. Yen. 2007/2008 hatte Panasonic noch einen Rekordgewinn von 281,9 Mrd. Yen erwirtschaftet. Japans Elektronikbranche erlebt eine der schwersten Krisen. Mit Panasonic rutschten acht von neun führenden Konzernen, darunter auch Hitachi und Toshiba, im Berichtsjahr in die roten Zahlen. Sechs von ihnen, darunter Sony, erwarten auch im laufenden Jahr weitere Verluste.

Wie die Konkurrenz macht Panasonic neben der in der Wirtschaftskrise schwachen Nachfrage auch der gestiegene Außenwert des Yen schwer zu schaffen. Hinzu kommt der verschärfte Preiskampf. Von dem Stellenabbau und den Werksschließungen verspricht sich Panasonic Kosteneinsparungen von 135 Mrd. Yen in diesem Jahr.

Insgesamt plant Panasonic für das vergangene und das laufende Jahr Umstrukturierungskosten in Höhe von 455,4 Mrd. Yen ein. In operativer Rechnung rechnet Panasonic indes weiterhin mit einem Gewinn, und zwar in Höhe von 75 Mrd. Yen. Das entspricht einem Zuwachs von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz soll um 9,9 Prozent auf sieben Billionen Yen zurückgehen.

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