Elektronikkonzerne
Fusion von Panasonic und Sanyo

Ein neuer Elektronikriese ist geboren: Die Fusion von Panasonic und Sanyo ist in trockenen Tüchern, nachdem Goldman Sachs als letzter Großaktionär von Sanyo das dritte Übernahmeangebot von Panasonic akzeptiert hat. Der neue Konzern würde zum weltgrößten Hersteller von wiederaufladen Batterien aufsteigen und vom Umsatz her zum japanischen Marktführer Hitachi aufschließen.

TOKIO. Laut einem Bericht der japanischen Finanzzeitung Nikkei wird Panasonic den drei Anteilseignern Goldman Sachs, der Sumitomo Mitsui Bank (SMBC) und der Investmentbank Daiwa SMBC Securities für ihre 428 Mio. Vorzugsaktien insgesamt 561 Mrd. Yen (4,3 Mrd. Euro) bezahlen. Die Anteile stehen für 70 Prozent des Kapitals.

Ganz Sanyo würde daher mit 807 Mrd. Yen (6,2 Mrd. Euro) bewertet. Auf die Stammaktie umgerechnet, ergibt dies einen Stückpreis von 131 Yen, 10 Yen weniger als der Schlusskurs an der Heimatbörse in Tokio, aber 41 Yen mehr als der Kaufpreis der drei Großaktionäre vor knapp drei Jahren von 70 Yen. Das offizielle Tenderangebot gilt laut Nikkei-Zeitung für alle Aktien. Ende März soll Sanyo eine Tochter von Panasonic werden.

Panasonic und Sanyo hatten sich bereits Anfang November auf einen Zusammenschluss verständigt, doch anders als SMBC und Daiwa hatte Goldman Sachs das erste Kaufangebot von 120 Yen je Aktie sofort abgelehnt. Laut Medienberichten erwartete die US-Bank einen kräftigen Aufpreis zum Börsenkurs, angeblich hatte sie 250 Yen verlangt. Anfang Dezember wies Goldman auch das zweite Angebot von 130 Yen zurück.

Doch dann musste Panasonic eine drastische Gewinnwarnung aussprechen, weil die Nachfrage nach Elektronikwaren eingebrochen war. Gleichzeitig wuchs der Cash-Bedarf von Goldman Sachs, die in dieser Woche einen Quartalsverlust von 2,12 Mrd. US-$ meldete. Angesichts der neuen Realitäten lenkte die US-Bank ein, als Panasonic noch einen einzelnen gesichtswahrenden Yen drauflegte. Für seinen Anteil kassiert Goldman Sachs 234 Mrd. Yen (1,8 Mrd. Euro). Die drei Großaktionäre hatten Sanyo Anfang 2006 mit einer Kapitalspritze von 300 Mrd. Yen vor dem Zusammenbruch gerettet.

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