Elektronikriese
Panasonic streicht vorerst keine Stellen in Deutschland

In den kommenden zwei Jahren will der japanische Elektronikriese Panasonic knapp 17.000 Stellen streichen. Deutsche Mitarbeiter sind nach Konzernangaben zunächst nicht betroffen.
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Osaka/HamburgDer japanische Elektronikriese Panasonic will wegen der Eingliederung zweier Töchterunternehmen in den kommenden zwei Jahren knapp 17.000 Stellen streichen. Deutschland ist davon vorerst nicht betroffen. Die Belegschaft solle auf rund 350.000 (derzeit 366.937) Beschäftigte verringert werden, teilte Panasonic am Donnerstag in Osaka mit. Allerdings sind die rund 1500 deutschen Mitarbeiter von den geplanten Streichungen zunächst nicht betroffen. "Soweit es uns bekannt ist, werden in Deutschland vorerst keine Stellen abgebaut", sagte Michael Langbehn, Panasonic-Pressesprecher für Deutschland, am Donnerstag in Hamburg.

In einer offiziellen Mitteilung des Konzerns hieß es, es stünde noch nicht fest, in welchen Regionen die Stellen abgebaut werden sollten. Hintergrund sind die vollständige Eingliederung der Töchter Panasonic Electric Works und Sanyo Electric zum 1. April und damit verbundene Einsparungen. Künftig sollen vor allem das Heiz- und Kühlgeschäft sowie die Geschäfte in Schwellenländern ausgebaut werden. Der Stellenabbau werde unter anderem über Vorruhestandsregelungen erreicht, hieß es. Zuvor hatte die Wirtschaftszeitung "Nikkei" von bis zu 40.000 Stellen, die vor allem außerhalb Japans gekappt werden sollten, berichtet.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 (31.3.) erzielte Panasonic unterm Strich einen Gewinn von 74 Milliarden Yen (615 Mio Euro), nach einem Verlust von 103 Milliarden Yen im Vorjahr. Die Umsätze kletterten dank der Einbeziehung von Sanyo um 17 Prozent auf 8,692 Billionen Yen. Wegen des Erdbebens und der Atomkatastrophe sei eine Prognose für das neue Geschäftsjahr unmöglich. Bisher war Panasonic von Umsätzen in Höhe von 8,8 Bilionen Yen und einem Gewinn von 50 Milliarden Yen ausgegangen.

 

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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