Elektronische Konkurrenz
Kinder lassen Spielzeug immer früher links liegen

Wie bei vielen Branchen ruhen auch die Hoffungen der Spielwarensparte auf der Weihnachtszeit. Nach Rückschlägen ist diese Zeit wichtig für ein auf stabiles Geschäft und den Erfolg eines ganzen Jahres. Dabei ist der Weihnachtsverkauf selbst nicht unproblematisch – und ein Wandel im Spielverhalten bereitet der Branche Probleme.

NÜRNBERG. Die Prospekte sind gedruckt, die Lager gut gefüllt und die Schaufenster festlich dekoriert: Die Spielwarenbranche ist bereit für das Weihnachtsgeschäft. Wenn alles läuft wie geplant, werden Händler und Produzenten am Ende mit einem kleinen Plus im Vergleich zum Vorjahr dastehen. "Ich bin sehr zufrieden mit dem bisherigen Jahresverlauf und gehe auch von einem positiven Verkauf in den restlichen Wochen aus“, sagte Thomas Märtz, Chef der Händlervereinigung Vedes, dem Handelsblatt.

So wie Märtz zeigt sich die gesamte Branche in diesen Tagen optimistisch für die für sie wichtigste Zeit des Jahres. So rechnet der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) für dieses Jahr insgesamt mit einem Umsatzplus im Geschäft mit traditionellen Spielwaren von drei Prozent. Das ist zwar nicht üppig, aber besser als vergangenes Jahr. 2006 ist das Geschäft mit Puppen, Rennautos und Plüschtieren nämlich leicht geschrumpft. "Die drei Prozent sind ein realistisches Ziel“, sagt auch Vedes -Vorstand Märtz.

Die Umsätze mit Videospielen hingegen haben in den vergangenen Jahren kräftig zugelegt und werden nach Einschätzung des BVS auch dieses Jahr um ein Viertel auf fast 1,2 Mrd. Euro klettern. Damit stehen Spielekonsolen und die dazugehörige Software bereits für mehr als ein Drittel des gesamten deutschen Spielwarenmarkts von derzeit knapp 3,5 Mrd. Euro.

Das Problem für die Spielwaren-Fachhändler: Die Jugendlichen kaufen sich die Konsolen oder Computerspiele eher in Elektronikmärkten wie Media Markt, Saturn oder gleich im Internet. Damit geht den Spielzeugspezialisten aber viel Umsatz verloren.

Am Geld der Kunden mangelt es jedenfalls nicht, hat der BVS errechnet. Nach Verbandsangaben haben Kinder im Alter von sechs bis 13 im Schnitt jährlich 265 Euro zur Verfügung. Zu Weihnachten und zum Geburtstag gibt es dann noch einmal mehr als 70 Euro.

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