Elektronisches Spielzeug
Digitale Revolution in deutschen Kinderzimmern

Spielwarenhersteller setzen immer stärker auf elektronische Produkte. Ganz vorne mit dabei: das Unternehmen Ravensburger. Die Spielzeugmacher fahren mit der Digitalisierung der Kinderzimmer Rekordgewinne ein.
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MünchenGanzehrlich, wahrscheinlich haben sich alle Eltern schon einmal ein Buch gewünscht, das sich selbst vorliest. So wichtig das Vorlesen für Kinder sein mag - auch die geduldigsten Erwachsenen haben irgendwann genug davon. Spätestens, wenn die Kleinen dieselbe Geschichte in kürzester Zeit zum fünften Mal anschleppen.

Es ist deshalb keine Überraschung, dass der Spieleverlag Ravensburger seinen elektronischen Stift "Tiptoi" vergangenes Jahr 170.000 Mal verkauft hat. Mit Hilfe des Plastikgriffels werden Bücher, Spiele und Puzzles lebendig.

Jeden zehnten Euro hat das Familienunternehmen im vergangenen Jahr auf dem Heimatmarkt Deutschland mit elektronisch unterstützten Spielen eingefahren. Jeden Monat bringen die Schwaben jetzt ein neues "Tiptoi"-Produkt in die Regale. Zudem starten sie die Vermarktung im Ausland.

Ravensburger steht für einen Trend in der Spielwarenbranche. Immer öfter werden elektronische Bauteile in traditionelles Spielzeug eingebaut. Längst hat die Konkurrenz auf "Tiptoi" reagiert und geht mit eigenen Systemen an den Start.

Internethändler wie Amazon werden zum wichtigsten Abnehmer

"Toystick" nennt sich zum Beispiel der elektronische Stift von Simba-Dickie, dem größten deutschen Spielwarenanbieter. Bis zu 100 Bücher lassen sich darauf speichern. Die Benutzung ist kinderleicht: Einfach den Stift über die Texte oder Bilder halten, schon spricht, singt oder spielt er Musik durch den eingebauten Lautsprecher.

"Die Digitalisierung verändert unser Geschäft in allen Bereichen von den Produkten über die Absatzwege bis hin zur Kommunikation", sagte Ravensburger-Chef Karsten Schmidt gestern im Gespräch mit dem Handelsblatt. Rund ein Fünftel aller Spielwaren werde bereits online verkauft, Tendenz steigend. Das Internetkaufhaus Amazon gehört inzwischen für die Hersteller zum wichtigsten Abnehmer.

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Playmobil 2.0

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