Elektrostrategie
Autoindustrie sieht sich für Elektromobilität gerüstet

Seit zwei Jahren leitet Henning Kagermann die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE). Die Bilanz fällt gut aus, sagt er. Experten widersprechen: Deutschland sei auf dem Weg zum Entwicklungsland der Elektromobilität.
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FrankfurtHenning Kagermann zieht trotz Schwierigkeiten eine positive Zwischenbilanz nach zwei Jahren Nationaler Plattform Elektromobilität (NPE). Heute Nachmittag übergibt er als NPE-Vorsitzender der Bundesregierung in Berlin den dritten Zwischenbericht.  „Elektromobilität wird kommen. Deswegen muss Deutschland als wichtiger Autohersteller dabei eine führende Rolle spielen – da hängen Wertschöpfung und viele Arbeitsplätze dran“, sagte Kagermann dem Handelsblatt.

Für den ehemaligen Chef des SAP-Konzerns ist das „kein Grund zur Panik, aber Anlass, frühzeitig klug zu investieren“. Die Bundesregierung startete die Initiative im Jahr 2010. In sieben Fachgruppen erarbeiten Experten konkrete Empfehlungen für den Weg in das Zeitalter der Elektromobilität.

Allerdings dürfte die Regierung ihr selbst gestecktes Ziel verfehlen, bis 2020 eine Million elektrisch angetriebene Fahrzeuge auf deutschen Straßen fahren zu lassen. „Nach unseren derzeitigen Schätzungen kommen wir mit den im Regierungsprogramm angekündigten monetären Anreizen bis 2020 lediglich auf etwa 600.000 Elektrofahrzeuge in Deutschland“, sagte Kagermann.

Noch ist es aus Sicht des NPE-Chefs aber zu früh für eine endgültige Einschätzung. „2014 endet die Phase der Marktvorbereitung. Dann werden wir kritisch Stellung beziehen zu dem bis dahin Erreichten“, so Kagermann. „Wir haben dann die Daten aus den Schaufensterregionen und kennen die Reaktion der Käufer auf die ersten deutschen Modelle. Dann können wir eine verlässliche Prognose abgeben, ob wir mit den bis dahin realisierten Fortschritten, Initiativen und Anreizen ans Ziel kommen.“

Im Gegensatz zu einigen Ländern geht Deutschland aus Sicht des ehemaligen SAP-Chefs systemisch vor und drücke keine Autos mit Subventionen auf den Markt, bevor das Produkt wirklich massentauglich und die Infrastruktur ausreichend sei. „Wir wollen keinen Subventionswettlauf. Wir wollen faire Bedingungen für die deutschen Anbieter. Würden noch heute alle Kaufprämien international abgeschafft, dann würde das die deutschen Anbieter am wenigsten treffen“, sagte Kagermann. In den nächsten zwei Jahren bringen die deutschen Hersteller mehr als 15 elektrifizierte Modelle auf den Markt.

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  • Das E-Auto vom Anfang des 21. Jahrhunderts wird ein ähnliches Schicksal erleiden, wie das vom Anfang des 20. Jahrhunderts: der Verbrennungsmotor hat mehr Potential und dominiert daher den Markt. Dagegen schon allein der Spruch: die Bundeskanzlerin gibt das Ziel für 2020 aus. Planwirtschaft pur.

  • Ach jo der Michel darf weiterhin erstmal Premium-Verbrenner kaufen. Das haben die Jungs aus MENA so entschieden. Sollte es in China oder USA billigere Alternativen geben, gibts ja immer noch die EU Import Politik gegen Antidumping zum Wohle der Verbraucher.

  • Das ist ne Logik, weil ich keine E-Autos baue bin ich nicht von Subventionskürzungen betroffen. Zum Glück ist der BYD ausgebrannt, sonst hätte man nie erfahren das die Dinger in China schon über 400km Reichweite haben. Aber der dumme Deutsche wird mit 100km vertröstet. Klar das keine die kleine Reichweite will. PS: im Ausland gibts auch für den I-Mief größere AKKUS

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