Elektrotransporter Post und Ford bauen Zusammenarbeit beim Streetscooter aus

Die Elektrotransporter der Deutschen Post erobern die Innenstädte. Nun stellt Ford mehr Wartungs- und Verkaufsfläche zur Verfügung.
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Die Post geht unter die Autobauer

Die Post geht unter die Autobauer

DüsseldorfDie Deutsche Post und der Automobilriese Ford vertiefen ihre Zusammenarbeit beim Elektro-Transporter Streetscooter. Die Elektroniktransporter der Post-Tochter Streetscooter würden nun in rund 50 Ford Transit Centern in Deutschland verkauft und gewartet, teilten Post und Ford am Montag mit.

„Gemeinsam mit dem bereits bestehenden Händlernetz ist der Streetscooter nun an über 80 Verkaufsstandorten bundesweit erhältlich“, sagte Streetscooter-Chef Achim Kampker. Die Post und Ford hatten bereits den Transporter Streetscooter Work XL zusammen entwickelt.

Für die Post kurven bereits rund 5500 Streetscooter durch die Innenstädte. Es gibt aber auch schon Kunden außerhalb des Konzerns. Die Post ist mit dem Streetscooter zu einem führenden Hersteller von Elektro-Transportern aufgestiegen und profitiert dabei auch von der Diesel-Krise.

Wie Post und Ford E-Transporter auf die Straße bringen
Rekordverdächtig
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Gefühlt war es erst gestern, dass die Deutsche Post zur Produktion von Elektrofahrzeugen eine Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Autobauer Ford ankündigte. Nach einer Entwicklungszeit von nur zwei Monaten wurde nun ein erstes Ergebnis präsentiert: Der StreetScooter Work XL. Nicht nur Post-Vorstand Jürgen Gerdes (r.) ist sichtlich zufrieden mit dem E-Transporter, auch Ford-Europachef Steven Armstrong ist von dem Ergebnis „begeistert“ – und wünscht sich prompt eine Vertiefung des Bündnisses mit der Post. „Wir würden gerne eine engere Kooperation prüfen“, sagte Armstrong bei der Vorstellung des neuen Gefährts.

Groß wie nie
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Nach zwei kleineren Modellen ist nun auch der posttypische Transporter elektrifiziert. Basierend auf dem Fahrgestell des Ford Transit umfasst das Fahrzeug ein Ladevolumen von 1350 Kilogramm (oder rund 200 Paketen) und schafft eine Reichweite von 200 Kilometern.

Klare Aufteilung
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Der US-amerikanische Autobauer ist verantwortlich für das Chassis, um die Technik kümmert sich die Post. Sowohl der batterieelektrische Antriebsstrang als auch der Karosserieaufbau entstand nach Vorgabe des Logistikkonzerns.

Die Umwelt dankt
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Nach Post-Vorstand Gerdes könne das neue Modell pro Jahr bis zu 5 Tonnen CO2 oder 1900 Liter Diesel einsparen. Die während des Diesel-Skandals aufgekeimte Diskussion füllt zudem die Auftragsbücher der Post. Es bestehe eine „gewaltige“ Nachfrage.

Ziel
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Noch in diesem Jahr sollen 150 Work XL als Vorserienfahrzeuge ihren Dienst aufnehmen. Im Laufe des kommenden Jahres soll der Fuhrpark dann auf 2500 Transporter anwachsen. Zudem plant der Elektrofahrzeug-Hersteller der Post bereits den Bau einer neuen Fabrik. Dort sollen dann bis zu 30.000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band rollen.

Erfolgreicher Vertrieb
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Der Transporter ist bereits das dritte Model der E-Fahrzeug-Reihe der Post. Während der Work XL vorerst auf absehbare Zeit von der Post selbst beansprucht wird, vertreibt die Post die beiden kleineren Modelle auch an Dritte – zurzeit vor allem an Gewerbetreibende. Und das Geschäft mit den kleineren Scootern läuft ausgezeichnet. „Wir sind quasi ausverkauft“, sagte StreetScooter-Chef Achim Kampker.

50.000 Elektro-Wagen
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Die Deutsche Post will nach den Worten von Post-Chef Frank Appel bis 2050 die komplette Brief- und Paketzustellflotte von knapp 50.000 Fahrzeugen durch Elektro-Wagen ersetzen. Dem aktuellen Tempo der Produktion nach zu urteilen, scheint das Ziel „Null CO2“ im Rahmen des Möglichen zu liegen. In den Städten und auf dem Land müssen sich die Bewohner künftig wohl auf leise surrende, sonnengelbe Flitzer und Transporter einstellen.

Die Post registriere reges Interesse an den Fahrzeugen, hatte Konzernchef Frank Appel erst Anfang März gesagt. Eine zweite Fabrik für die Transporter soll voraussichtlich im Sommer die Produktion aufnehmen.

Seit Anfang April kümmert sich zudem Post-Vorstand Jürgen Gerdes in einem eigens geschaffenen neuen Ressort auch um die Expansion der Streetscooter-Flotte. Die weltweite Vermarktung der Fahrzeuge aus dem Konzern heraus und in Zusammenarbeit mit Partnern solle „dynamisch vorangetrieben werden“, hatte die Post angekündigt.

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