Elftes Rekordjahr in Folge
Audi will die Nummer eins werden

Die Ingolstädter VW-Tochter Audi hat das elfte Rekordjahr in Folge hinter sich. Der Gewinn schoss in die Höhe. Auch im Heimatmarkt Deutschland lief es hervorragend. Das stärkt das Selbstvertrauen. Entsprechend hochfliegend sind die Pläne. Einziger Wehrmutstropfen: die aktuelle Klimaschutzdebatte.

HB INGOLSTADT. Auch in diesem und in den kommenden Jahren würden Gewinn, Umsatz und Absatz steigen, kündigte der neue Vorstandschef Rupert Stadler am Mittwoch in Ingolstadt an. Bis 2015 werde die Volkswagen-Tochter die erfolgreichste Premiummarke weltweit sein noch vor Mercedes und BMW. Stadler schraubte das langfristige Absatzziel nach oben: 2015 werde Audi 1,5 Mill. Autos verkaufen, bisher waren 1,4 Mill. Fahrzeuge angepeilt.

Im vergangenen Jahr fuhr Audi unterm Strich einen Gewinn von 1,34 Mrd. Euro ein – das sind 63 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der operative Gewinn ging um 43,2 Prozent auf 2,02 Mrd. Euro hoch. Der Umsatz zog um 17 Prozent auf 31,14 Mrd. Euro an. Audi steigerte die Kapitalrendite von 9,7 auf 14,2 Prozent und übertraf damit das angepeilte Ziel von mindestens 10 Prozent deutlich. Die Umsatzrendite vor Steuern stieg von 4,9 auf 6,2 Prozent.

Stadler sagte, der bessere Modellmix und der Verkauf höherwertiger Fahrzeuge habe wesentlich zum Erfolg beigetragen. Audi hatte 2006 zwölf neue Modelle beziehungsweise Varianten eingeführt. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge stieg um 9 Prozent auf knapp 905 200. In 41 Märkten wurden historische Bestwerte erreicht, darunter auch in Deutschland. Mit fast 257 800 verkauften Autos steigerte Audi nach eigenen Angaben den Marktanteil in seinem Heimatmarkt auf 7,6 Prozent, das ist der höchste Wert seit 26 Jahren.

Die größten Zuwächse erzielte Audi in China, wo die Ingolstädter seit 1988 aktiv sind. „Hier sehen wir unser größtes Wachstumspotenzial“, sagte Vertriebsvorstand Ralph Weyler. „China ist auf dem Weg, zu einem zweiten Heimatmarkt für Audi zu werden.“ Größter Exportmarkt sind bislang die USA.

Mit weiteren neuen Modellen will Audi den Erfolgskurs künftig fortsetzen. Anfang März wird das neue Coupe A5 auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellt, im April kommt der Luxus-Sportwagen R8 auf den Markt. Auch soll in nächster Zukunft ein neuer kleiner Audi auf den Markt kommen, der im VW-Werk Brüssel gebaut wird, wo aktuell der Golf vom Band läuft. Als Gegenleistung für die Vergabe der Produktion nach Brüssel haben die dortigen Mitarbeiter heftigen Einschnitten zugestimmt. Volkswagen habe eine deutliche Senkung der Personalkosten vereinbart von bis zu 20 Prpzent, sagte Audi-Personalvorstand Werner Widuckel. VW verhandelt seit Monaten mit den belgischen Gewerkschaften.

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