Eli Lilly Neue Medikamente geben Schwung für 2018

2018 wird wohl ein gutes Jahr für den US-Pharmakonzern Eli Lilly werden – das erwarten Analysten sowie das Unternehmen selbst. Grund für diese Positivstimmung sind zwei neue Medikamente, die auf den Markt kommen soll.
Kommentieren
Der amerikanische Pharmakonzern rechnet mit einem Umsatzplus im kommenden Jahr. Quelle: AP
Eli Lilly

Der amerikanische Pharmakonzern rechnet mit einem Umsatzplus im kommenden Jahr.

(Foto: AP)

Frankfurt
Eine starke Nachfrage nach neuen Medikamenten gegen Diabetes und Schuppenflechte stimmt den US-Pharmakonzern Eli Lilly für das kommende Jahr optimistisch. Für 2018 wird mit einem Umsatzplus im niedrigen einstelligen Prozentbereich auf 23 bis 23,5 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie von 4,60 bis 4,70 Dollar gerechnet, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das ist mehr als Analysten bislang mit einem Umsatz von im Schnitt 23,07 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie von 4,64 Dollar prognostiziert hatten.

Lilly erwartet zudem Fortschritte bei seinen Arzneientwicklungen, etwa bei einem Mittel gegen rheumatiode Arthritis und bei seinem bereits zugelassenem Schuppenflechtemittel Taltz, das dann auch zur Behandlung von Psoriasis-Arthritis, eine entzündliche Erkrankung der Gelenke bei Schuppenflechte, eingesetzt werden könnte.

Die Gewinnbringer der Pharmabranche
Platz 10: Prevenar
1 von 10

Der Impfstoff schützt vor der Infektionskrankheit Pneumokokken, einer bakteriellen Lungenentzündung, die vor allem für Kleinkinder und ältere Menschen lebensbedrohlich sein kann. Dem Pharma-Riesen Pfizer bringt der Impfstoff jährlich 5,7 Milliarden Dollar ein.

Platz 9: Lantus
2 von 10

Den Insulin-Stift von Sanofi nutzen weltweit Millionen Diabetiker – und bescheren dem französischen Pharmakonzern jährlich Einnahmen von mehr als sechs Milliarden Dollar.

Platz 8: Herceptin
3 von 10

Unter dem Namen Herceptin vermarktete der Baseler Pharmakonzern Roche einen Antikörper, der zur Behandlung von einigen Brust- und Magenkrebsformen eingesetzt wird. Die Entwicklung der Arznei durch den Krebsforscher Dennis Slamon wurde 2008 unter dem Titel „Living Proof“ verfilmt. Bis heute hat auch Roche seine Freude an dem Medikament: Es generiert pro Jahr einen Umsatz von 6,7 Milliarden Dollar. Damit trägt Herceptin allein mehr als zehn Prozent zum Jahresumsatz von Roche bei.

Platz 7: Avastin
4 von 10

Mit Avastin hat Roche ein weiteres profitables Krebsmedikament im Portfolio: Avastin ist beispielsweise für Darm-, Lungen- oder Gebärmutterhalskrebs im fortgeschrittenen Stadium zugelassen. Die Baseler verdienen pro Jahr 6,72 Milliarden Dollar mit dem Wirkstoff.

Platz 6: Revlimid
5 von 10

Der Wirkstoff des US-Pharmakonzerns Celgene ist in Europa als „Orphan Drug“ zugelassen – also als Medikament für seltene Krankheiten. Das bedeutet, dass es nur in wenigen Fällen verschrieben wird, die Therapiekosten jedoch sehr hoch sind. Das Krebsmittel bringt Celgene im Jahr knapp 7 Milliarden Dollar.

Platz 5: MabThera/Rituxan
6 von 10

Das wichtigste Krebsmittel von Roche generiert jährlich 7,23 Milliarden Dollar Umsatz. Der unter den Namen MabThera und Rituxan vermarktete Wirkstoff gilt als Vorreiter der sogenannten gezielten Krebstherapie, bei der die Antikörper mittels Gentechnik hergestellt werden.

Platz 4: Remicade
7 von 10

Die Ampullen der US-Pharmariesen Johnson & Johnson sowie Merck & Co. helfen gegen zahlreiche Krankheiten: In Europa ist das Medikament als Therapie etwa für die chronische Darmerkrankung Morbus Crohn oder die Hautkrankheit Schuppenflechte zugelassen. Der Allrounder bringt den beiden Konzernen jährliche Einnahmen von 8,2 Milliarden Dollar.

Bis 2020 rechnet das Unternehmen zu konstanten Wechselkursen unverändert mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von mindestens fünf Prozent. Gleichzeitig senkte Lilly aber seine Erwartungen für den Gewinn je Aktie in diesem Jahr wegen Wertberichtigungen, Restrukturierungen und sonstigen Belastungen. Die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie wurde bekräftigt.

  • rtr
Startseite

0 Kommentare zu "Eli Lilly: Neue Medikamente geben Schwung für 2018"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%