Eli Lilly
Trotz Gewinneinbruch Jahresziele erhöht

Wegen abgelaufener Patente hat der Pharmariese Eli Lilly im vergangenen Quartal weniger Gewinn gemacht. Die Geschäftsziele für das Gesamtjahr wurden dennoch angehoben.
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FrankfurtPatentabläufe haben dem US-Pharmakonzern Eli Lilly im abgelaufenen Quartal einen herben Gewinneinbruch eingebrockt. Das einstige Top-Medikament Zyprexa gegen Schizophrenie büßte in vielen Ländern den Patentschutz ein und Generikakonkurrenten schnappen Eli Lilly mit ihren Nachahmern große Teile des Geschäfts weg.

Mit seinen am Mittwoch veröffentlichten Zahlen zum zweiten Quartal sorgte der in Indianpolis ansässige Konzern dennoch für eine positive Überraschung. Analysten hatten mit noch weniger Gewinn gerechnet. Zudem hob das Unternehmen seinen Geschäftsausblick für das Gesamtjahr an.

Bei Anlegern kam der Zwischenbericht für die Monate April bis Juni gut an. Die Lilly-Aktie gewann an der Wall Street zeitweise 2,2 Prozent.

Lilly verdiente im Zeitraum April bis Juni unter dem Strich 923,6 Millionen Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr ist das auf bereinigter Basis ein Gewinneinbruch um 30 Prozent. Pro Aktie stand ein Ergebnis von 83 Cent in den Büchern. Analysten hatten nach einer Umfrage von Thomson Reuters I/B/E/S im Schnitt sechs Cent weniger erwartet.

Mit Zyprexa erwirtschaftete Lilly noch 379,5 Millionen Dollar im Quartal - das sind 73 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Eli Lilly gehört zu den Unternehmen, die derzeit Patentabläufe bei mehreren umsatzstarken Präparaten verkraften müssen. Im nächsten Jahr dürfte auch das Präparat Cymbalta gegen Depression die Konkurrenz durch billigere Kopien zu spüren bekommen. Mit Cymbalta erwirtschaftete Lilly zuletzt immerhin fünf Milliarden Dollar Umatz im Jahr.

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Lilly profitiert von starkem Dollar

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