Ellesmere Port

Britisches Werk soll Opel Astra bekommen

Der neue Opel Astra soll offenbar in Ellesmere Port gebaut werden. Vorher sollen die Arbeitnehmer allerdings noch Kürzungsvorschlägen zustimmen. Das sollen Verhandlungen der britischen Regierung mit GM ergeben haben.
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Ellesmere Port soll den Zuschlag für den neuen Astra erhalten. Quelle: Reuters

Ellesmere Port soll den Zuschlag für den neuen Astra erhalten.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDer neue Opel Astra könnte Insidern zufolge künftig im britischen Ellesmere Port statt in Deutschland gefertigt werden. Die britische Regierung habe sich mit der Opel-Mutter General Motors prinzipiell darauf geeinigt, das der neue Astra dort produziert werde, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person zu Reuters.

Nun hänge es von den Gewerkschaften ab. Die Arbeitnehmer in Ellesmere Port müssten zunächst bestimmten Kürzungsvorschlägen zustimmen. Einem Gewerkschafter zufolge hat Opel einen Katalog an Forderungen vorgelegt, darunter Lohnkürzungen, mehr Zeitarbeiter und weitere Auslagerungen. Der Astra ist das mit Abstand wichtigste Opel-Modell.

Ein Opel-Sprecher bestätigte lediglich, dass das Unternehmen ein Angebot für die Produktion des neuen Astra ab 2015 in Ellesmere Port gemacht hat. Dazu gehörten auch eine Verbesserung der Flexibilität und eine Senkung der Strukturkosten in dem Werk. Dem Sprecher zufolge muss die Belegschaft in Ellesmere Port darüber abstimmen.

„Wenn dieser Prozess beendet ist, werden wir die Entscheidung und weitere Details bekanntgeben“, fügte er hinzu. Bislang rollt der Astra neben Ellesmere Port und dem Werk Gleiwitz (Gliwice) in Polen auch in Rüsselsheim vom Band. Eine ältere Version wird noch in Bochum gefertigt.

Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke hatte der Belegschaft im Stammwerk zu Wochenbeginn erstmals Grundzüge eines Unternehmensplans vorgestellt. Demnach will die hohe Verluste schreibende Tochter des Autobauers GM den Kompaktwagen Astra nur noch in zwei Werken bauen lassen.

Erwogen wird eine Fertigung nur noch in Ellesmere Port und in Gleiwitz. Als Gegenleistung könnte Rüsselsheim dann als Ausgleich für den Verlust der Astra-Produktion die Produktion des Zafira aus dem Werk Bochum bekommen. Das könnte dann das Aus für das Bochumer Werk bedeuten.

  • rtr
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8 Kommentare zu "Ellesmere Port: Britisches Werk soll Opel Astra bekommen"

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  • DKA, sie sind bestimmt noch nie Opel gefahren, sonst würden sie nicht solch einen Käse schreiben. Opel baut qualitativ gute Autos zu einem tollen Preis. Deswegen ist GM-OPel auch der größte Automobilkonzern seit Jahrzehnten und VW hinkt hinterher. Solange VW mit einem Marktanteil von 2% in den USA noch fleißig Werke baut wird GM-Opel betimmt nicht vom europäischen Markt verschwinden. GM-Opel treibt die Peugeot Allianz voran, um VW direkt anzugreifen und seinen Marktanteil zu verdoppeln. Da gibt es nur eins bei VW Kosten senken und Leute entlassen. Blos kein deutsches Steuergeld für VW. Ein Fass ohne Boden.

  • MichaelHug, ist schon witzig, dass sie meinen, dass GM sich selbst zerlegt.GM greift doch nicht sein eigenes Europageschäft an. Die dt. Presse steht natürlich den deutschen Automobilkonzernen nahe und versucht mit ewigen Spekulationen um GM-Opel ,GM zu schaden. Aber glaube mir die GM Opel Märchen glauben nur ein paar dumme Deutsche. Der Rest der Welt fährt GM-OPel.DEnn deswegen ist GM-OPel seit Jahrzehnten die weltweite NR1 und VW der ewige Anwärter. Durch die Eurokrise verkaufte VW laut US Berichterstattung europaweit 4% weniger Autos im April und das wird sich wahrscheinlich auch nicht bessern. Wahrscheinlich wäre der Einbruch noch viel größer wenn das VW Gesetz wegfiele und endlich ein freier Wettbewerb möglich wäre. Die Politik sollte sich bei VW endlich raushalten, so wie das bei OPel auch der Fall ist. Weg mit der Sperrminorität und freier Wettbewerb für alle Automarken. Wahrscheinlich wäre dann GM auch schnell Marktführer in Europa.

  • Ich habe über 20 Jahre lang in Bochum gearbeitet, die letzten fünf waren eine Qual. Ich bin 2008 gegangen und habe meinen Traumjob gefunden. Diese Ausbeuterei und Verunsicherung der letzten Opelaner ist eine Schande. Freunde von mir sind dort und laufen nur noch mit hängenden Köpfen rum, weil ein Gigant profitgeil ist und die Chevrolets lieber in Korea baut und in Europa verkaufen will. Opel wird irgendwann weg sein. Wahnsinn.

  • Offenbar haben deutsche Arbeitnehmer noch nicht genug verzichtet. Gefordert wird mehr "Flexibilität", mehr "Senkung der Strukturkosten" und Zustimmung zu "bestimmten Kürzungsvorschlägen. Opel habe ein Katalog an Forderungen vorgelegt, "darunter Lohnkürzungen, mehr Zeitarbeiter und weitere Auslagerungen".

    Obgleich man Deutschland nun mittlerweile zuviel "Wettbewerbsfähigkeit" nachsagt, welche nichts andere als das radikale Lohn-, Sozial- und Rentendumping eines Drittels der Bevölkerung sowie "Flexibilisierung" der Arbeitnehmer bedeutet, reicht es offenbar schon wieder nicht.

    Mit Qualität lässt sich angesichts der heutigen Weichplastik-Autos von Opel wohl kaum noch argumentieren, hier ließe sich die Abwanderung nach England - nicht gerade als Schmiede beneidenswerter Güte bekannt - mittlerweile verkraften, da das Gesamtkonzept von Opel Murks ist. Auch der Weggang aus der Eurozone wird sicher kein Fehler sein.

  • Giant, was Sie hier von sich geben, zeugt von wenig Ahnung der Materie. VW spielt modelltechnisch, qualitätsmäíg und beim Image mehr als zwei Klassen über Opel. GM hat Opel kaputtgemacht.

  • svebes, die gesamte dt,Presse unterliegt dem Protektionismus.
    Bis jetzt hat noch nichts gestimmt, was über GM-OPEL geschrieben wurde. Es geht lediglich darum ein unterschwelliges Negativ Image im Leser aufzubauen. Aber das hilft VW auch nicht. GM steht seit Jahrzehnten dort, wo Vw immer noch hin will nämlich ganz oben. Denn die Märchen über GM Opel glauben eben nur die Deutschen. Der Rest der Welt verbindet VW mit einer dunklen Vergangenheit und fährt lieber GM-Opel. Der Marktanteil von VW liegt bei 2% in den USA. Da hilft die beste Technik nichts mehr. VW vom Markt nehmen, einstampfen und Werke schließen sofort.

  • Ich fahre seit ca. 20 Jahren immer Astras...., aber das wird wohl der letzte gewesen sein... schade...wer in D was verkaufen will sollte hier auch produzieren und Steuern zahlen... so sehe ich das ...das wurde uns immer gepredigt wenn deutsche Firmen Produktion zB in China aufbauten ...NOCHMALS : SCHADE , anyway..., es gibt genug andere Automarken...

  • easy going - alle Autos die in Deutschland abgezogen werden sollten boykottiert werden. Seit der Siemens / BenQ Nummer kommen diese Geräte einfach nicht mehr in meine Auswahl. D.h. sie fallen auch bei Projektentscheidungen durch. Punkt. Mit Nokia verfahre ich entsprechend. Deutschland ist der grösste Binnenmarkt und das bedeutet Konsumentenmacht. Aber die meisten finden halt Geiz immer noch geil. Tja.

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