Emissionsskandal bei VW
US-Behörde fordert Rückrufplan für 3,0-Liter-Diesel

Gerade erst hat VW der kalifornischen Umweltbehörde Carb einen Rückrufplan für die 2,0-Liter-Motoren vorgelegt. Nun müssen die Wolfsburger nochmal nachlegen. Auch über weitere Strafen wird diskutiert.

New YorkKurz vor dem Thanksgiving-Fest legte die kalifornische Umweltbehörde Carb noch einmal bei VW nach. Der einflussreiche Regulierer forderte den Wolfsburger Autobauer am Mittwochabend auf, einen Rückrufplan für die vom Emissionsskandal betroffenen Drei-Liter-Diesel vorzulegen.

Dieses Mal geht es um die Drei-Liter-Motoren der Modelljahre 2009 bis 2016, die in Kalifornien zugelassen sind. Einem Sprecher zufolge sind davon rund 15.000 Fahrzeuge betroffen. Amerikaweit sind es 85.000 Fahrzeuge.

Erst Anfang der Woche hatte Audi überraschend zugegeben, dass in dem Aggregat drei Software-Programme eingebaut waren, die nicht ordnungsgemäß bei den Behörden angemeldet wurden. Eines davon gilt in den USA als sogenanntes „Defeat Device“, wie Audi einräumte. Der Luxus-Autobauer aus Ingolstadt kündigte an, nachzubessern und schätze die Kosten dafür auf einen zweistelligen Millionenbetrag.

Die Motoren sind von Audi entwickelt worden. Sie finden sich jedoch auch im Porsche Cayenne und im VW-Touareg. Der Konzern hat nun 45 Geschäftstage Zeit, um zu erläutern, wie die Rückrufe organisiert werden. Auch über weitere Strafen wird diskutiert. Erst vergangene Woche hatte VW den Behörden einen solchen Plan für die Zwei-Liter-Motoren vorgelegt.

Porsche distanzierte sich ungewöhnlich deutlich von der Schwesterfirma Audi. „Porsche wartet auf detaillierte Informationen des Motor-Lieferanten, Audi AG, was die nötigen Schritte angeht, um den Drei-Liter-Motor zu korrigieren“, hieß es am Mittwochabend in einer Stellungnahme.

Astrid Dörner ist Korrespondentin in New York.
Astrid Dörner
Handelsblatt / Deskchefin Agenda
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