Ende der Vision des „integrierten Versorgers“
RWE konzentriert sich auf Strom und Gas

Der Energiekonzern RWE steht vor einer strategischen Neuausrichtung. Vorstandschef Harry Roels plane eine schrittweise Abspaltung der Wassersparte vom Kerngeschäft mit Strom und Gas, wie das Handelsblatt aus Kreisen des Unternehmens erfuhr.

DÜSSELDORF. Er prüfe, die Hauptaktivitäten der Tochter Thames Water in Großbritannien und den USA in eine eigene Aktiengesellschaft auszugliedern und zu verkaufen. Eine Option sei die Platzierung einer Minderheitsbeteiligung an der Börse.

Der Mutterkonzern wolle so die eigene Aktie auf das Energiegeschäft konzentrieren und attraktiver machen. Roels würde damit die von seinem Vorgänger Dietmar Kuhnt verfolgte Multi-Utility-Strategie aufgeben. Dieser baute mit milliardenschweren Zu- und Verkäufen einen Konzern auf, der dem Kunden das komplette Spektrum an Versorgungsleistungen von Strom und Gas über Wasser bis hin zur Müllentsorgung anbieten sollte.

Für Thames Water bezahlte RWE im Jahr 2000 sieben Mrd. Euro und übernahm vier Mrd. Euro an Schulden. Drei Jahre später erwarb der Konzern American Waterworks für 5,5 Mrd. Euro. RWE stieg hinter den französischen Suez und Veolia zum drittgrößten Wasserversorger der Welt auf – mit derzeit rund 70 Mill. Kunden.

Die Müllsparte hat Roels bereits abgestoßen. Auch kleinere Wassertöchter in Südamerika und Asien stehen schon länger zum Verkauf. Festhalten will der Konzern nun lediglich an seinem Wassergeschäft in Deutschland und Osteuropa.

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