Ende Oktober läuft bei VW die Friedenspflicht aus
VW-Chef hofft auf Einigung im Tarifkonflikt

Eine Woche vor der zweiten Tarifrunde bei Volkswagen hat sich VW-Chef Bernd Pischetsrieder „verhalten optimistisch“ über eine Einigung bis Ende Oktober geäußert. Gleichzeitig sagte Pischetsrieder, dass die Positionen noch sehr weit voneinander entfernt seien.

HB PARIS/WOLFSBURG. Zugleich sagte Pischetsrieder der französischen Wirtschaftszeitung „Les Echos“ (Montagsausgabe): „Ich glaube nicht, dass irgendjemand einen Streik will, doch unsere Positionen sind so weit von einander entfernt, dass ich ihn nicht ausschließen kann.“ Ende Oktober läuft bei VW die Friedenspflicht aus, dann wäre ein Streik möglich.

Die erste Tarifrunde für die rund 103 000 Beschäftigten der sechs westdeutschen Werke bei VW war Mitte September ergebnislos vertagt worden. Die zweite Runde ist für den 5. Oktober geplant. VW will die jährlichen Arbeitskosten bis 2011 um 30 Prozent oder rund 2 Milliarden Euro reduzieren. Angesichts der schwierigen Lage des Unternehmens fordert der Vorstand von den Beschäftigten einen zweijährigen Verzicht auf Gehaltserhöhungen. Die IG Metall dagegen verlangt neben Arbeitsplatzgarantien, die mit konkreten Produktionsentscheidungen abgesichert werden sollen, 4 Prozent mehr Lohn

.

Skeptisch äußerte sich Pischetsrieder über Neueinstellungen in Westeuropa, wie sie von den Konkurrenten Renault und Peugeot Citroen wegen guter Geschäfte vorgenommen werden. „Wir sind nicht sicher, dass Neueinstellungen in Westeuropa eine besonders kluge Entscheidung sind, wenn die Wachstumsmärkte in Asien liegen“, sagte Pischetsrieder.

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