Ende September
Opel-Getriebeproduktion in Bochum macht dicht

Die eigene Produktivität besiegelt das frühere Aus: Da das Getriebewerk von Opel in Bochum die benötigten Mengen für 2013 schon früher erreicht werden, läuft die Produktion bereits Ende September aus.
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BochumDie Getriebefertigung im Opel-Werk Bochum mit 275 Beschäftigten wird bereits Ende September eingestellt. Die weltweit benötigte Produktionsmenge werde das Werk dann voraussichtlich erreicht haben, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Bochum mit. Danach würden noch umfangreiche Vorbereitungen getroffen, um alle Getriebe an die Kunden auszuliefern und die Getriebefertigung wie angekündigt bis zum Jahresende zu schließen. In der vorzeitigen Stilllegung der Getriebeproduktion sieht der Betriebsrat einen Verstoß gegen laufende Verträge.

In einem Gespräch mit der Tageszeitung „Junge Welt“ kündigte der Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel an, gegen das Vorgehen des Managements Klage einzureichen. Die Zusage aus dem Tarifvertrag, die Getriebefertigung längerfristig zu erhalten, habe das Unternehmen niemals einhalten können und wollen, sagte er dem Blatt.

Wie Opel weiter mitteilte, sollen die Verhandlungen mit den Belegschaftsvertretern unabhängig von den jetzigen Plänen fortgesetzt werden. Opel hatte dem Betriebsrat nach dem Ende der Werksferien die Produktionsplanung für das zweite Halbjahr vorgestellt. Danach soll sich unter anderem die Fahrzeugproduktion leicht erhöhen. Ende kommenden Jahres ist die Schließung der Autofertigung in Bochum vorgesehen.

Der Bochumer Betriebsrat hatte bereits gegen die angekündigte Verlagerung der Zafira-Produktion aus dem Ruhrgebiet nach Rüsselsheim geklagt. Einenkel wirft dem Autobauer vor, den gesamten Aufsichtsrat nicht korrekt über seine Pläne informiert zu haben. Opel hat in Bochum derzeit noch rund 3.000 Beschäftigte.

Die Bochumer Opel-Beschäftigten hatten im Frühjahr als einzige den Sanierungstarifvertrag des Unternehmens abgelehnt. Dieser sah unter anderem vor, dass in Bochum noch bis Ende 2016 Autos gebaut werden. Zudem sollten Jobs etwa im Warenverteilzentrum erhalten bleiben und eine neue Komponentenfertigung am Standort angesiedelt werden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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