Endgültiges Aus?
Gewerkschaft stellt Insolvenzantrag gegen Saab

Die schwedische Angestelltengewerkschaft Unionen reicht gegen den um sein Überlebenden kämpfenden Autobauer Saab einen Insolvenzantrag ein. Das könnte endgültig der Todesstoß für den Traditionskonzern sein.
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Amsterdam/Stockholm/TrollhättanGegen den angeschlagenen Autohersteller Saab ist erstmals Insolvenzantrag gestellt worden. Die Gewerkschaft Unionen teilte am Montag mit, dass sie zur Sicherung von Gehaltsansprüchen ihrer Mitglieder einen Antrag beim Amtsgericht Vänersborg eingereicht hat.

Die größte schwedische Angestelltengewerkschaft drohte bereits in der letzten Woche mit einem Bankrott-Antrag, sollten die Angestellten kein Gehalt bekommen. Für Saab ist dieser Schritt der Todesstoß. „Wenn die Gewerkschaften vorstoßen, ist Saab in einer sehr prekären Position“, so der Chef des Mutterkonzerns Swedish Automobile , Victor Muller, in der vergangenen Woche.

Kurz vor dem Insolvenzantrag verschaffte der um sein Überleben kämpfende Autobauer Saab sich dank einer Geldspritze aus China eine Atempause. Der niederländische Saab-Besitzer Swedish Automobile erklärte am Montag, dem Unternehmen flössen durch einen Lizenzvertrag mit dem chinesischen Unternehmen Youngman 70 Millionen Euro zu. Die Aktien der in Amsterdam gehandelten Swedish Automobile schossen nach dieser Ankündigung um rund 150 Prozent in die Höhe.

Außerdem kündigte der Autobauer für heute Widerspruch gegen die Gerichtsentscheidung an, den Antrag auf Gläubigerschutz abzulehnen, mit dem Saab Zeit gewonnen hätte. Swedish Automobile wolle dem Gericht auch mehr Details mitteilen, wann mit dem Geld zu rechnen sei und ob es ausreiche, Saab wieder zum Laufen zu bringen, sagte Muller. Saab erklärte, man sei auch noch mit weiteren Geldgebern im Gespräch über Kurzzeitkredite.

Die Produktion des Traditionskonzerns steht seit April still, weil die Zulieferer auf offenen Rechnungen sitzenblieben und keine Teile mehr auslieferten. Im ersten Halbjahr verneunfachte sich der Verlust bei Saab, die Nettoverschuldung wuchs bis Ende Juni auf 284 Millionen Euro. Seit August konnte das Unternehmen keine Löhne und Gehälter mehr zahlen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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