Enel ist aus dem Rennen: Frankreich schustert sich einen Energieriesen

Enel ist aus dem Rennen
Frankreich schustert sich einen Energieriesen

Der französische Staatskonzern Gaz de France und der Versorger Suez werden zu einem der weltgrößten Energiekonzerne fusionieren.

HB PARIS. Der neue Konzern werde „der größte Anbieter von Flüssiggas der Welt“, kündigte Premierminister Dominique de Villepin am Samstag in Paris an. Mit dem Zusammenschluss kontert Frankreich das Bestreben des italienischen Stromkonzerns Enel, der Suez kaufen und zerschlagen wollte, um sich dessen belgische Stromsparte einzuverleiben.

Villepin ging auf die Enel-Pläne nicht ein. Der Fusionswille sei „von der strategischen Bedeutung der Energie“ für Frankreich geprägt, sagte der Premierminister im Beisein beider Konzernchefs. Suez und GDF diskutierten seit Monaten über gemeinsame Projekte.

Für die Fusion ist eine Gesetzesänderung nötig, weil der Staat per Gesetz mindestens 70 Prozent an GDF halten muss. Derzeit sind noch 80,2 Prozent in Staatsbesitz. Die Fusion gibt Paris die Möglichkeit, den Gesetzespassus zum Staatsanteil zu kippen, der nur wegen des Widerstands der stets streikbereiten Gewerkschaften gegen die GDF-Börseneinführung beschlossen worden war. Am Montag will die Regierung Verhandlungen mit den Sozialparteien über die Fusion beginnen.

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