Industrie
Enel will in Russland investieren

Der italienische Stromkonzern Enel will in Russland expandieren.

MAILAND. Der Vorstandsvorsitzende des teilstaatlichen Unternehmens, Fulvio Conti, kündigte im Gespräch mit dem Handelsblatt an, Milliarden in russische Kraftwerke investieren zu wollen: „Ich rechne damit, dass es in Russland Ende 2006 die ersten Ausschreibungen gibt und wir werden dabei sein“, sagte Conti.

Die Kasse von Enel ist gut gefüllt: „Wir haben insgesamt 15 Milliarden Euro zur Verfügung, um zu expandieren“, betont Conti. Einen „substanziellen Teil“ der Kriegskasse, so Conti, plane Enel in Russland auszugeben. Schon heute betreibt Enel in Russland gemeinsam mit der lokalen privaten ESN Energo ein Kraftwerk in Sankt Petersburg. „Damit haben wir schon einen Fuß in dem Markt“, erklärt Conti seinen Startvorteil.

Für die osteuropäischen Märkte will Conti die Slowakei als Zentrale nutzen. Erst diese Woche hat Enel von der slowakischen Regierung das endgültige Okay für den Investitionsplan erhalten, der den Kauf von zwei Atomkraftwerken und zwei Kohlekraftwerken vorsieht. In Polen bieten die Italiener derzeit für zwei Kraftwerke. In Rumänien bewirbt sich Enel um einen weiteren Stromvertrieb. „Aber wir halten derzeit nach Kraftwerken in Rumänien Ausschau, um auch selbst Energie zu produzieren“, sagt Conti.

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