Energie
E.on baut erneuerbare Energien aus

Trotz der Wirtschaftskrise hält der Energiekonzern E.on an seinen Investitionen in erneuerbare Energien fest. Bis 2030 solle der Anteil bei 36 Prozent am Energiemix liegen und damit den höchsten Anteil der Stromerzeugungskapazität bilden, sagte Vorstandschef Wulf Bernotat. Unterdessen droht dem Stromriesen eine drastische Geldbuße der EU-Kommission.

HB DÜSSELDORF. Bernotat warnte zugleich warnte er vor zu viel Euphorie. Auch 2030 werde immer noch der Großteil des Stroms aus Kohle, Gas und Kernkraft kommen müssen, um den Bedarf zu decken. Vor diesem Hintergrund sprach sich der Konzernchef für eine einheitlichere europäische Energiepolitik aus. Die EU-Staaten sollten sich auf verbindliche Vorgaben einigen.

Seit der Gründung der Erneuerbare-Energien-Sparte vor zwei Jahren habe E.on vier Mrd. Euro investiert, in den kommenden drei Jahren stünden weitere vier Milliarden Euro bereit. Das sei dann bereits ein Viertel aller Investitionen des Konzerns in die Stromerzeugung. Dabei setzt E.on auf Großprojekte in industriellem Maßstab.

"Nur das wird den endgültigen Durchbruch möglich machen", sagte Bernotat. Dass die Herausforderungen nur von großen Unternehmen bewältigt werden könnten, zeige die derzeitige Krise. So hätten kleine Unternehmen reihenweise Projekte abgesagt, weil sie die Finanzierung nicht zusammenbekamen.

Entwicklungsvorstand Lutz Feldmann betonte, E.on werde nur dort in erneuerbare Energie investieren, wo es von den Gegebenheiten her wirtschaftlich sinnvoll sei: "Wir folgen den Ressourcen." So könne sich das Unternehmen in Südeuropa auf Sonnenenergie konzentrieren, in Nordeuropa auf Wind und Biomasse. "Wir werden kein Solarkraftwerk in Schottland bauen", sagte Feldmann.

Derzeit setzt E.on vor allem auf Windenergie. In Südeuropa und den USA geht es um Anlagen auf dem Land, während in Deutschland, Großbritannien und Skandinavien Projekte auf hoher See ins Visier genommen werden. So baut der Konzern derzeit in Texas den mit 800 Megawatt größten Windpark der Welt. In der spanischen Region Aragon will sich E.on an der Ausschreibung für eine 1000-Megawatt-Anlage beteiligen. Auch im Konsortium für den geplanten größten Offshore- Windpark der Welt, "London Array", ist E.on dabei.

Während kleinere E.on-Windparks vor der Küste von Großbritannien und Dänemark in Betrieb sind, wird der erste deutsche Offshore- Windpark erst gebaut. Die Anlagen sollen bis zu 50 Kilometer von der Küste entfernt entstehen. Das stelle die Konstrukteure vor besondere Herausforderungen, sagte der Chef der Erneuerbare-Energien-Sparte, Frank Mastiaux.

Solarenergie soll die zweite Wachstumsphase prägen. "Hier stehen wir allerdings noch ganz am Anfang", sagte Feldmann. Langfristig sehe er bei der Sonnenenergie ein noch größeres Potenzial. Derzeit sei die Technik nicht so ausgreift wie bei Windenergie. Dennoch will E.on in einem Monat eine große Investitionen in ein solarthermisches Kraftwerk in Südeuropa verkünden.

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