Energie
Enel verkauft Hochspannungsnetz

Der größte Energiekonzern Italiens, Enel, hat sein Hochspannungsnetz an einen italienischen Netzbetreiber verkauft. Enel will die Schulden abtragen, die der Konzern durch die Übernahme des spanischen Konkurrenten Endesa angehäuft hat.

dpa ROM. Für 1,15 Milliarden Euro gingen die rund 19 000 Kilometer Hochspannungsnetz des Energieriesen an das Unternehmen Terna, berichteten italienische Medien am Samstag. "Der Verkauf ist ein entscheidender Schritt im angekündigten Programm der Optimierung des aktiven Etats des Unternehmens, die nun noch weitergeführt werden wird mit dem Verkauf des Enel-Gasnetzes und einem Minderheitsanteil der Enel-Tochter Green Power", kommentierte Enel-Chef Fulvio Conti die Operation.

Das in Rom ansässige Unternehmen habe sein Ziel erreicht, seine Schulden bis zum Jahresende auf unter 50 Milliarden Euro zu senken. Ende September hatten die Verbindlichkeiten noch bei 51,3 Milliarden gelegen. Nach der Übernahme von 67 Prozent des spanischen Wettbewerbers Endesa hatte der Konzern seine Schuldenlast reduzieren wollen, hieß es.

Terna ist der zentrale Netzbetreiber für das italienische Stromnetz auf Höchst-und Hochspannungsebene. Mit dem Kauf werde er zum größten unabhängigen Netzbetreiber Europas. Auch große Versorger in Deutschland haben unter dem Druck der EU- Kommission angekündigt, ihre Netze zu verkaufen. So wollen Eon und Vattenfall ihre Strom-Hochspannungsnetze veräußern. RWE will sein Gasnetz abgeben. Die Essener wollen indes wie der drittgrößte Versorger EnBW ihr Stromnetz behalten.

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