Energie
Eni bricht der Gewinn weg

Der Energiekonzern Eni hat wegen der Wirtschaftskrise einen massiven Gewinneinbruch erlitten. Der Umsatz ging gleich um knapp ein Drittel zurück.
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HB ROM. Der italienische Ölkonzern Eni hat sich vom Abwärtstrend in der Branche nicht lösen können und auch im dritten Quartal einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Der Überschuss sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 58 Prozent auf 1,24 Mrd. Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Rom mitteilte.

Die Börse reagierte enttäuscht und schickte die Aktie auf Talfahrt. Am Vormittag lagen Eni-Papiere mit einem Minus von rund drei Prozent am Ende des Dow Jones EuroStoxx 50 . „Eni hat trotz eines massiven Nachfrageeinbruchs und gesunkener Preise solide Ergebnisse geliefert“, sagte hingegen Unternehmenschef Paolo Scaroni.

Im abgelaufenen Quartal drosselte der Konzern seine Öl- und Gasproduktion stärker als bislang in diesem Jahr. Die Förderung sank um knapp fünf Prozent auf 1,68 Mio. Barrel pro Tag, in den ersten neun Monaten zusammen liegt der Rückgang bei 2,6 Prozent. Vor diesem Hintergrund senkte der Konzern seine Produktionsprognose. Nun will Eni 1,797 Mio. Barrel pro Tag fördern und damit soviel wie im Vorjahr. Ursprünglich war eine Erhöhung der Förderquote vorgesehen.

Eni kämpft wie die gesamte Ölindustrie mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Die Preise für Öl und Gas liegen derzeit deutlich unter den Rekordmarken von Sommer 2008, was den Gewinn der Konzerne einbrechen lässt. Das europäische Schwergewicht BP hatte für das dritte Quartal einen Rückgang von 50 Prozent, der US-Gigant ConocoPhillips von 71 Prozent und Shell sogar von 73 Prozent gemeldet. Auch für den weltgrößten Ölkonzern ExxonMobil , der ebenfalls an diesem Donnerstag Zahlen vorlegt, sagen Analysten erhebliche Einbußen voraus.

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