Energie
RWE baut Stromsparte um

Der Essener Energiekonzern RWE baut seine Gesellschaft für den Betrieb der Höchstspannungsnetze um. Ab dem 1. Juli werde RWE Transportnetz Strom nicht mehr zur Vertriebstochter RWE Energy gehören, sondern als weitgehend unabhängiges Unternehmen direkt an das Ressort von Vorstandschef Jürgen Großmann angebunden, teilte der Konzern am Dienstag mit.

HB DÜSSELDORF. Damit setze RWE Vorgaben der EU-Kommission um. Diese fordert, dass der Betrieb des Höchstspannungsnetzes klar vom Vertriebsgeschäft getrennt ist und das Unternehmen alle betriebsnotwendigen Aufgaben mit eigenem Personal ausführen kann. Dadurch soll der Wettbewerb auf dem Strommarkt gefördert werden.

„Das Übertragungsnetz ist und bleibt Kerngeschäft von RWE“, sagte Großmann. Im Gegensatz zum Konkurrenten E.ON wollen die Essener an ihrem Höchstspannungsnetz festhalten. E.ON hat der EU-Kommission zugesagt, sein Höchstspannungsnetz in Deutschland zu verkaufen. Mit der Zusage hat der Energieriese eine drohende Kartellstrafe abgewiesen.

Die bisherige Gesellschaft RWE Transportnetz Strom soll ab 1. September unter dem Namen „Amprion“ geführt werden. Zu den bisher rund 300 Mitarbeiter kommen dann etwa 550 Beschäftigte aus dem Netzservicegeschäft der Regionaltöchter RWE Rhein-Ruhr und RWE Westfalen-Weser-Ems hinzu. RWE will in den kommenden zehn Jahren mehr als drei Milliarden Euro in den Ausbau seines Höchstspannungsnetz investieren.

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