Energie
RWE will mit Partner für British Energy bieten

Der Energiekonzern will mit dem britischen Versorger Centrica zusammenarbeiten, um seine Chancen auf eine Übernahme von British Energy zu erhöhen. Das schottische Unternehmen ist begehrt, weil es über Standorte für neue Atomreaktoren verfügt.

LONDON. Der Energiekonzern RWE will seine Chancen auf eine Übernahme des Atomkraftwerksbetreiber British Energy offenbar durch eine Allianz mit dem Versorger Centrica erhöhen. RWE lote eine gemeinsame Offerte mit der britischen Centrica aus, hieß es in Branchenkreisen gestern. Allerdings sei auch der französische Energieriese Electricité de France (EDF) auf Centrica zugegangen. RWE, EdF und Centrica lehnten eine Stellungnahme ab.

Die Regierung in London prüft den Verkauf des Staatsanteils von 35,2 Prozent an British Energy. In RWE-Kreisen war schon vor zwei Wochen bestätigt worden, dass der deutsche Konzern an einem Einstieg bei dem schottischen Unternehmen interessiert ist. Auch dem Konkurrenten Eon und der spanischen Iberdrola werden ein Interesse nachgesagt. British Energy hatte im März lediglich bestätigt, im Gespräch mit Interessenten zu sein.

Dem „Sunday Telegraph“ zufolge könnte sich ein gemeinsames Angebot von EdF und Centrica auf zehn Mrd. Pfund (12,7 Mrd. Euro) für den gesamten Konzern belaufen. Centrica strebe eine „britische“ Lösung an und verhandle auch mit Infrastrukturfonds. Nach Ansicht von Analyst Heino Ruland von Frankfurt-Finanz könnten RWE und EdF mit einem Bündnis mit Centrica Bedenken der britischen Regierung über einen Verkauf der heimischen Atomindustrie ins Ausland zerstreuen.

British Energy ist vor allem deshalb begehrt, weil das Unternehmen über Standorte für neue Reaktoren verfügt. Die britische Regierung gab jüngst grünes Licht zum Bau neuer Atommeiler. British Energy betreibt acht der zehn aktiven britischen Atomkraftwerke.

Mit Material von Reuters.

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