Industrie

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Energieberatungen: Wie Unternehmen den Strompreis drücken

Auch wenn es viele Ausnahmen gibt: Die Stromkosten für die meisten Unternehmen steigen. Energieagenturen können dabei helfen, die Energiewende zu nutzen. Denn es gibt einen Kniff – doch der birgt Risiken.

Mitarbeiter bei der Leipziger Energiebörse EEX: Kurzfristiger Stromkauf gewinnt an Bedeutung. Quelle: dpa
Mitarbeiter bei der Leipziger Energiebörse EEX: Kurzfristiger Stromkauf gewinnt an Bedeutung. Quelle: dpa

Düsseldorf Wer sich die Entwicklung der Preise für Strom an der Börse in den vergangenen Jahren anschaut, muss sich wundern: Sie sind so niedrig wie lange Zeit vor der Energiewende nicht. Aber beschweren sich Industrievertreter nicht seit Abschalten der Atomkraftwerke ständig über gestiegene Stromkosten?

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Tatsächlich haben die gesamten Kosten für Strom zugenommen – nicht nur für Unternehmen, auch für Haushalte. Schuld daran sind die stark gestiegenen Steuern und Abgaben. Laut Berechnungen des Lobbyvereins Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) kostet eine Kilowattstunde Strom derzeit durchschnittlich in der Erzeugung 7,84 Cent – zuzüglich zu den Abgaben und Steuern muss ein Unternehmen dann aber 15,1 Cent für die Energie bezahlen. 2009 waren es noch insgesamt 11,4 Cent bei einem höheren Erzeugungspreis von 8,7 Cent.

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Schuld an den purzelnden Preisen ist das Überangebot an Energie auf den Strommärkten. An den Steuern und Abgaben lässt sich nur wenig rütteln, immer mehr Unternehmen kommen immerhin in den Genuss von Befreiungen der EEG-Umlage. Erst kürzlich hatte der „Spiegel“ mit Berufung auf das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle berichtet, dass die Zahl der Firmenstandorte, die die Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien nicht zahlen müssen, von 979 Unternehmen im Jahr 2012 auf derzeit bereits 2245 Firmen angestiegen ist.

Jene Unternehmen aber, die nicht in den Genuss dieser Sonderregelungen kommen, müssen sich etwas einfallen lassen. Für sie ist vor allem der kurzfristige Stromankauf interessant. Dass es sich lohnt, auf kurzfristige Lieferverträge zu setzen und so das zeitweise Überangebot von erneuerbaren Energien ausnutzen, zeigt auch deren gewachsene Bedeutung. So meldet die Strombörse EEX, dass 2012 zwar 22 Prozent weniger Jahreskontrakte abgeschlossen wurden, jedoch 18 Prozent mehr kurzfristige Verträge von maximal monatlichen Laufzeiten als noch im Vorjahr.

  • 15.05.2013, 10:11 Uhrvandale

    Biostrom wird nicht nur mittels Biogas gewonnen. Es werden auch mit Biodiesel (Pflanzenöl) befeuerte Motoren eingesetzt. Auch die Verbrennung von Getreide zur Biostromerzeugung hat einen Anteil an diesem üblen Geschäft.

    Soweit mir bekannt erhalten Kraft-Wärme Anlagen die mit Pflanzenöl befeuert werden einen besonders hohen Subventionssatz.

    Die Grünen erhalten gem. meiner bescheidenen Kenntnisse mehr "klingende Unterstützung" von der Solarbranche während die CDU mehr "klingende Unterstützung" von der Agrarindustrie erhält. Am Ende wird dann Beides zu Lasten des Verbrauchers sinnlos subventioniert. Als Rechtfertigung dient dann in beiden Fällen die Oekoreligion mit ihren Sagas vom Waldsterben über "Endliche Rohstoffe" bis hin zum "Klimawandel".

    Vandale

  • 15.05.2013, 09:38 UhrR2-Consulting

    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • 15.05.2013, 09:27 UhrJoerg_Duerre

    Im Arte Film wurde ausdrücklich gesagt: "Palmöl ist der Rohstoff für Biosprit"
    Palmöl wird zuallererst für Lebensmittel angebaut.
    In Biogasanlagen kommt Mais und Grünschnitt. Wenn minimale Mengen Palmöl dort eingesetzt werden, dann hauptsächlich in Form von Biodiesel zur Stützfeuerung.

    Die große zusätzliche Bedarf an Palmöl kommt aus der irrsinnigen Zwangsbeimischung zum Sprit. Das hat mit EEG mal überhaupt nichts zu tun. Wenn die Biospritmenge nicht wäre, dann würde deutsches Rapsöl locker für diese Zwecke und zusätzlich einer hübschen Menge Öko-Regelleistung ausreichen.

    Biosprit ist ganz nebenbei noch teuer für alle Verbraucher. Über die Kosten der Biospritbeimischung will leider keiner reden.
    Fairerweise sei gesagt, dass die EU diesen Blödsinn nicht so verzapft. Dort ist geregelt, dass der Anteil Erneuerbare auch aus Ökostrom gewonnen werden kann. Für Photovoltaikplatten müssen keine Urwälder weg. Die Palmölproblematik ist eine rein freiwillige Maßnahme unserer bisherigen Bundesregierungen.

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