Energiebranche
Energieagentur-Chef sagt RWE ab

Der Chef der staatlichen Deutschen Energie-Agentur (Dena), Stephan Kohler, hat überraschend seinen Wechsel zum Energiekonzern RWE abgesagt. Der designierte Geschäftsführer der geplanten RWE Effizienzgesellschaft habe darum gebeten, ihn von seinen im Februar eingegangenen Verpflichtungen zu entbinden, teilte der Konzern mit.

HB ESSEN. Der Dena-Aufsichtsrat habe Kohler dringend gebeten, seinen Vertrag bei der Agentur zu erfüllen. Kohler hatte im Februar seinen Wechsel zu RWE angekündigt, nachdem er erst Mitte Oktober von der Dena einen neuen Vertrag für weitere fünf Jahre erhalten hatte. Für RWE kommt die jetzige Absage inmitten der Vorbereitungen für den Ausbau des Geschäfts mit Energieeffizienz und Energiedienstleistungen.

An den Plänen zur Gründung einer eigenen Gesellschaft zum 1. Juli hält der Konzern dennoch fest. „Ich möchte in der jetzigen politisch wie wirtschaftlich schwierigen Situation und bei den anstehenden neuen Aufgaben in der Dena weiter die Verantwortung übernehmen“, sagte Kohler laut RWE-Pressemitteilung. Den Bitten des Aufsichtsrates nach einer Vertragserfüllung habe er sich nicht verschließen können.

Gesellschafter der Dena sind zu 50 Prozent der Bund und zu 26 Prozent die staatliche Förderbank KfW. Im Aufsichtsrat sitzen unter anderem Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Kohler steht seit der Gründung der Dena im Herbst 2000 an der Spitze der Energieagentur.

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