Energiebranche
Eon setzt weiter auf erneuerbare Energien

Die Erneuerbare-Energien-Sparte beim größten deutschen Energieversorger entgeht dem konzernweiten Sparprogramm. Eon setzt weiterhin auf Ökostrom - trotz gesunkenem Ölpreises und erhöhten Kosten für Windenergieprojekte in Großbritannien

HB DÜSSELDORF. „Wir planen unverändert, sechs Milliarden Euro in erneuerbare Energien zu investieren“, sagte der Chef des Ökostromsegments des Düsseldorfer Dax-Unternehmens, Frank Mastiaux, der „Financial Times Deutschland“. Der Konzern hatte vor zwei Wochen ein umfangreiches Programm angekündigt, mit dem die Kosten bis 2011 um 1,5 Milliarden Euro gesenkt werden sollen. Auch noch nicht endgültig beschlossene Investitionen sollten wegen der Wirtschaftskrise hinterfragt werden, sagte Eon-Chef Wulf Bernotat.

Der Verfall des Ölpreises macht Ökostromprojekte derzeit weniger attraktiv, vor allem in Ländern, in denen die staatliche Einspeisevergütung an die Energiepreise gekoppelt ist. Zudem verteuern sich wegen des schwachen Pfunds etwa Windenergieprojekte in Großbritannien. Dennoch wies Mastiaux Spekulationen in der Zeitung zurück, wonach die Planungen für den weltweit größte Offshore- Windpark London Array in der Themse-Mündung auf Eis liegen. Ein klares Bekenntnis zum 2,5 Milliarden Pfund (2,8 Milliarden Euro) teuren Projekt wollte er aber auch nicht abgegeben. Zunächst müssten die Verhandlungen über die Bauleistungen abgewartet werden. Eon ist mit 30 Prozent an London Array beteiligt.

Auch beim Ausbau der Windenergie vor der deutschen Küste hielt sich Mastiaux bedeckt. Der Essener Konkurrent RWE hatte in der vergangenen Woche angekündigt, den nach Unternehmensangaben größten Hochsee-Windpark vor der deutschen Küste bauen zu wollen.

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