Energiebranche
Vattenfalls deutsche Tochter bringt Löwenanteil ins Geschäft ein

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat im 1. Halbjahr 2005 auch dank höherer Strompreise in Deutschland einen Rekordgewinn erzielt. Vor allem die deutsche Tochter profitierte von den höheren Großhandelspreisen für Strom gewaltig.

HB STOCKHOLM/BERLIN. Der staatliche schwedische Energieversorger Vattenfall legte am Donnerstag seine Quartalszahlen vor. Demnach stieg das Betriebsergebnis bereinigt um Sondereffekte um 18,1 Prozent auf 13,8 Milliarden Kronen (1,5 Milliarden Euro). Konzernweit legte der Halbjahresumsatz um 12,7 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro zu.

Der Geschäftsverlauf habe ganz wesentlich von den im zweiten Quartal in die Höhe getriebenen deutschen Strompreisen in Folge rasant gestiegener Preise für CO2-Emissionszertifikate profitiert, erklärte Vattenfall. Nach eigenen Angaben ist der Konzern der fünftgrößte europäische Versorger.

Die deutsche Tochter Vattenfall Europe habe von ihrem Kostensenkungsprogramm und höheren Großhandelspreisen für Strom profitiert. In der Bilanz der schwedischen Mutter schlägt sich dies mit einem Ergebnisbeitrag von umgerechnet 708 Millionen Euro nieder. Das entspricht einem Plus 41,7 Prozent. Der Umsatz der deutschen Gesellschaften stieg bis Ende Juni um 21,9 Prozent auf rund sechs Milliarden Euro.

Wegen der Berechnung nach schwedischem Standard ist dies aber nicht mit den deutschen Zahlen nach dem Handelsgesetzbuch gleichzusetzen. In Deutschland seien Vattenfall zufolge Verwaltungskosten reduziert und die Preise einiger größerer Lieferverträge an die Marktbedingungen angepasst worden.

Die Vattenfall Europe AG ging aus der Fusion der Stromversorger HEW, Bewag und Veag sowie des Braunkohleförderers Laubag hervor. Im vergangenen Jahr hatte der drittgrößte deutsche Stromversorger 264 Millionen Euro Überschuss erzielt, nachdem 2003 wegen erheblicher Kosten für den Konzernumbau ein Verlust ausgewiesen worden war.

Als nächste Etappen hin zu dem erklärten Ziel einer Verdoppelung des europäischen Marktanteils auf zehn Prozent hat Vattenfall die Niederlande und Norwegen im Visier.

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