Energiekonzern
EnBW-Ranking bestätigt

Der Energiekonzern EnBW kann aufatmen. Die Ratingagentur Standard & Poors hat die Bonitätsnote für die Karlsruher bestätigt. Die Karlsruher werden für ihr strenges Sparprogramm nach der Energiewende belohnt.
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StuttgartDer drittgrößte deutsche Versorger EnBW kann vorerst aufatmen: Der vom Atomausstieg hart getroffenen Karlsruher Energiekonzern behält bei der Ratingagentur Standard & Poor's seine bisherige Bonitätsnote „A-“, wie die Agentur am Mittwoch in London mitteilte. Nach der Überprüfung der Bilanzkennzahlen sei der Ausblick auf „stabil“ von bisher „negativ“ angehoben worden. Der nach dem Wegfall von zwei seiner vier Kernkraftwerke mit hohen Verlusten kämpfende Versorger hat sich ein Sparprogramm auferlegt, die Investitionen zusammengestrichen und will sich beschleunigt von Beteiligung trennen, um die lukrative Ratingnote „A-“ auf jeden Fall zu halten. Diese Note sichert EnBW Vorteile bei der Refinanzierung, bei einer Verschlechterung könnte die Kapitalaufnahme teurer werden.

Standard & Poor's rechnet zwar mit einer geringeren Ertragskraft von EnBW, die in den kommenden Jahren nicht mehr zu den früheren Rekordständen zurückkehren werde. Durch den Einstieg des Landes Baden-Württemberg als zweiten staatlichen Großaktionär erhöhe sich aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Anteilseigner voraussichtlich „außerordentliche Unterstützung“ bei der Kapitalbeschaffung leisteten. EnBW-Chef Hans-Peter Villis hat einen Kapitalbedarf von bis zu 800 Millionen Euro angemeldet. Der Zweckverband OEW - ein Zusammenschluss von schwäbischen Landkreisen - hat bereits seine Unterstützung angekündigt und will das Kapital notfalls auch allein zuschießen, um EnBW zu stützen. Das seit dem Frühjahr von einer grün-roten Koalition regierte Land - wie OEW mit gut 46,5 Prozent an EnBW beteiligt - zögert indes noch mit der Zusage einer Kapitalspritze, da der Anteilskauf auf Kredit finanziert wurde.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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