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Energiekonzern: Endesa treibt Enels Gewinn in die Höhe

Italiens größter Energieversorger Enel hat im bisherigen Jahresverlauf unerwartet viel verdient und seine Prognose für 2010 angehoben. Doch die hohen Schulden setzen den Konzern unter Handlungszwang.

Enel-Logo: Der Energieversorger hat seine Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Quelle: dpa
Enel-Logo: Der Energieversorger hat seine Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Quelle: dpa

HB MAILAND. Nach den ersten neun Monaten wies der Konzern am Dienstag einen Anstieg des Gewinns (auf Basis Ebitda) um 5,3 Prozent auf knapp 13,26 Mrd. Euro aus. Dies war etwas mehr als von Analysten erwartet. Der Zuwachs sei vor allem auf die Konsolidierung der Ergebnisse der spanischen Tochter Endesa zurückzuführen, hieß es.

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Unter dem Strich blieb mit 3,4 Mrd. Euro aber über ein Viertel weniger übrig als vor einem Jahr. Dazu trugen auch höhere Finanzierungskosten und der Wegfall von Sondereffekten aus dem Vorjahr bei. Die Gesellschaft erlöste in den ersten neun Monaten des Jahres knapp 53 Mrd. Euro, 15,7 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Im Gesamtjahr sei nun mit einem Gewinn (Ebitda) von etwa 17 Mrd. Euro zu rechnen, eine Mrd. mehr als zuletzt. Dies liege auch am internationalen Wachstum und den Geschäften der Tochter Enel Green Power.

Der derzeit der am höchsten verschuldete Versorger Europas bestätigte zudem, seine Schulden bis zum Jahresende auf rund 45 Mrd. Euro von knapp 51 Mrd. per Ende September zu drücken. Dazu sollen auch bis zu 2,6 Mrd. Euro beitragen, die Enel im November durch den Börsengang von Enel Green Power eingenommen hat.

Die Schuldenlast war vor allem durch Zukäufe entstanden. So übertrumpften die Italiener 2007 Eon in der Übernahmeschlacht um Endesa. Den 25- prozentigen Anteil seines damaligen Partners Acciona musste Enel für weitere Mrd. übernehmen. Die Italiener besitzen damit nun 92 Prozent der Endesa-Aktien.

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