Der Energiekonzern Eon macht ernst - und will wegen der Brennelementesteuer gegen die Bundesregierung klagen. Es geht um Milliardensummen. RWE und EnBW halten sich noch zurück. Die Politik zeigt sich wenig beeindruckt.

Kommentare

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  • "Eon klagt gegen die Brennelementesteuer": richtig.
    In der Bundesrepublik scheint sich inzwischen leider durchzusetzen, was in den USA längst gang und gäbe ist: Unkontraktlichkeit.

    Andererseits: eine Steuer, die in der Bundesrepublik Deutschland ersteinmal als etabliert gilt, wird so schnell nicht abgeschafft.

    Da Steuern und neue Steuern hierzulande mit dem Satz "wir brauchen das nunmal" erklärt werden.

    Warten wir auf die "Windpropeller-Abgabe", um die gotterbärmliche Haushaltspolitik bislang ausnahmslos aller Regierungen dieses Landes, zur conditio sine qua non zu erklären.

  • Zitat: "'Wo kommen wir hin, wenn jeder Betroffene einer beschlossenen Steuer dagegen klagt', sagte der haushaltspolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag, Norbert Barthle (CDU)"

    Na wohin wohl. Zum Rechtsstaat! Schäm Dich, Genosse Barthle.

  • 500.000 Kleinanleger

    Es ist doch wundervoll wenn sich ein Unternehmen wie Eon um seine Kleinanleger kümmert. Ab sofort darf sich jeder Kleinanleger über den roten Teppich freuen der für ihn ausgerollt wird. Oder um Sonderausschüttung über Sonderausschüttung welche den Kleinanleger so richtig reich macht. In Wirklichkeit droht Eon gerade mit 500.000 wählenden Kleinaktionären. Für jeden dieser Wähler gibt es zwei Alternativen: Atomkraftwerke wählen und darauf hoffen das es in Deutschland kein Three Miles Island, kein Tschnobly und keine Fukushima gibt, oder den Aktienverlust in Kauf nehmen und nicht die Eon Partei wählen. Übrigens, welche Partei ist denn für Eon?

  • Die AKW-Betreiber und dessen Aktionäre haben Jahrzehnte lang LEISTUNGSLOSE Gewinne bekommen, da im Fall eines GAU laut Atomgesetz die Steuerzahler den Schaden über 6 Bio. Euro hätten zahlen müssen! Und wer zahlt denn die Kosten zur Sanierung der Asse, die Castor-Transporte, die Endlagersuche, die Atomforschungskosten, usw.? Richtig, das zahlt der deutsche Steuerzahler und der könnte ja auch jetzt Druck auf den Steuerzahlerbund machen, damit viele Steuern abgeschafft werden! Tatsache ist, das kein AKW in D. baulich gegen Terrorangriffe und Flugzeigabstürze gesichert ist und daher laut Art. 20a GG und § 1 Atomgesetz eigentlich nicht am Netz sein dürften, es sei denn, die AKW-Betreiber zahlen die Versicherungsbeiträge für einen berechnete Schadenssumme von über 6 Bio. Euro!
    Auch liegt die Zukunft in einer dezentralen Energieversorgung!

  • Leistungslose Gewinn? Nur weil man Vermögensgegenstände abschreibt, heißt dies nicht die Kosten nichts mehr und alles ist nur noch Gewinn. Willkommen in einer Welt von betriebswirtschaftlichen Idioten.

    Wenn ich ein Vermögensgegenstand für 1000 Euro kaufen und über 10 Jahre abschreibe dann mache ich nach Ihrer Logik ab dem 11 Jahr "kostenfreie" Gewinne. Was ist, wenn ich es anstatt über 10 Jahre abschreibe nur über 1 Jahr abschreibe? Mache ich dadurch mehr Gewinn, da ja schon das Jahr 2 als "kostenfreies" Gewinnjahr zählt? Nein...also nachdenken, nachfragen und informieren bevor man dumme Sachen schreibt.

    Die Kosten für Transport und Endlagerung trägt im Übrigen der Verursacher. Allerdings zahlt der Steuerzahler die Kosten für den Polizeieinsatz, weil Idioten auf unvernünftige Weise ihren Protest äußern. Es gibt bessere Wege zu protestieren, was die Mehrheit ja auch gemacht hat.

    Zu dem Argument des Terrorangriffs: Was ist auf der Welt tatsächlich gegen Terror geschützt?

  • Vielleicht ist eine Klage die letzte Chance, damit die Vernunft in Deutschland nach der einseitigen Berichterstattung der Naturkatastrophe in Japan wieder einkehrt.

  • Du hast den Knall immer noch nicht gehört.

  • "Schon aus aktienrechtlichen Gründen und zum Schutze seiner über 500.000 Kleinanleger dürfe Eon solche Vermögensschäden nicht hinnehmen."

    Genau darum dreht es sich doch: Wir nicht-Aktionäre sollen teuer für die kwh bezahlen, für Strom aus längst abgeschriebenen Kraftwerken. Also teuere Energie seit insbeosndere 10 Jahren damit ein kleiner, meist ohnhin schon vermögender Teil der Gesellschfat, noch reicher wird.

    So läuft das in DE, nicht nur im Bereich Energie.

    Energieunternehmen zurück !! in Volkes Hand.

  • Wie wäre es mit dran beteiligen?19,70 kostet die Aktie,mit einer dividende von 130-1,50 lässt sich jeder Strom bezahlen

  • Das ist da sinnloseste was ich gehört habe: den Preistreibern noch beitreten. Außerdem soll nicht ICH ALLEIN von der Energie profitieren sondern ALLE. Und nicht im Sinne von Wertsteigerung irgendeiner dämlichen Aktien, sondern über fair gestaltete, den Kosten angemessene Preise. Manager gleich mal rausgeschmissen und jemanden eingestellt, der den Job für viel weniger macht, wenns überhaupt Manager bruacht, wenn die Energie verstaatlicht ist. Dann nämlich nicht mehr.

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