Energiekonzern
Eon will Gasnetz noch im Mai verkaufen

Eon will sein Gasnetz noch in diesem Monat verkaufen. Der Verkaufsprozess sei in der Endphase, sagte Finanzchef Marcus Schenck. Die Pipelinegesellschaft Open Grid Europe könnte mehrere Milliarden Euro bringen.
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FrankfurtDer Energiekonzern Eon steht kurz vor dem Verkauf seiner Pipelinegesellschaft Open Grid Europe. Die „Endphase des Verkaufsprozesses“ sei nun erreicht, sagte Finanzchef Marcus Schenck der „Börsen-Zeitung“ (Dienstag/Mittwoch-Ausgabe). Er gehe davon aus, „dass wir noch im Laufe des Monats Mai zu einer Unterschrift von verbindlichen Verträgen kommen werden“.

Zu den verbliebenen Bietern äußerte er sich nicht. Interesse wird unter anderem GDF Suez, Gasunie sowie der Investmentbank Macquarie nachgesagt. Analysten schätzen den Verkaufspreis auf zwei bis drei Milliarden Euro. Schenck bestätigte, dass neben den Gaspipelines, dem Geschäft mit Müllverbrennungsanlagen (Eon Energy from Waste) sowie dem Regionalversorger Eon Westfalen Weser weitere Unternehmen auf der Verkaufsliste stehen.

„In unserem Portfolio findet man durchaus noch Assets, die nicht zu unserem übrigen Geschäft passen. Wir sind heute noch zu divers aufgestellt“, sagte der Manager. Deshalb sei es wahrscheinlich, dass Eon das angestrebte Desinvestitionsvolumen von 15 Milliarden Euro sogar noch überschreiten werde.

Das mit etwa 12.000 Kilometern größte deutsche Ferngasnetz ist besonders für Interessenten in Westeuropa attraktiv, die sich die Versorgung mit russischem Erdgas sichern wollen. Der durch die Atomwende und das schwächelnde Gasgeschäft unter Druck geratene größte deutsche Energiekonzern will bis Ende 2013 Beteiligungen abstoßen. Am morgigen Donnerstag (3. Mai) findet in Essen die Eon-Jahreshauptversammlung statt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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